Ludwigsburg/Los Angeles. Der Schweizer Regisseur und Animator Matthias Strasser ist unter den diesjährigen Gewinnern der Studentenoscars. Der Absolvent des Animationsinstituts der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg konnte den begehrten Preis mit seinem animierten Kurzfilm „The Panic Inside“ (Producerin: Sabina Stöckler) holen. Die Oscar-Akademie in Los Angeles gab die Preisträger am Mittwoch (Ortszeit) bekannt.

Demnach setzten sich 12 Filme in dem 53. Studenten-Wettbewerb durch. In diesem Jahr waren 2.972 Beiträge von knapp 900 Studieneinrichtungen aus aller Welt eingegangen. Die Trophäen für die Gewinner-Kurzfilme in insgesamt vier Kategorien werden am 14. September verliehen.
Knapp neun MInuten lang
„The Panic Inside“ erzählt laut Beschreibung der Hochschule „die Geschichte des chronischen People-Pleasers Jacob, der unter dem Druck ständiger Erwartungen zusammenbricht und in einer surrealen Zwischenwelt landet“. Dort wird er gezwungen, sich mit seinen eigenen Bedürfnissen auseinanderzusetzen. Die 2D- und 3D-Animation mit Realfilm-Elementen ist ein Werk über Selbstfürsorge, das Setzen von Grenzen und persönliche Freiheit und knapp neun Minuten lang. Neben „The Panic Inside“ gibt es in der Kurzfilm-Sparte Animation noch zwei weitere Gewinnerfilme von Hochschulen in Frankreich. Für die jeweils drei Gewinnerfilme in den Sparten „Narrative/Erzählung“, „Animation“, „Dokumentation“ und „Alternative/Experimental“ bleibt es weiter spannend, denn erst bei der Verleihung im September wird die Reihenfolge der Preise – Gold, Silber oder Bronze – bekanntgegeben. Alle Preisträger können mit ihren Filmen auch in den Kurzfilm-Sparten beim Oscar-Wettbewerb 2027 antreten.
Begehrter Nachwuchspreis
Gewöhnlich werden die Preise in Hollywood verliehen, doch in den vergangenen beiden Jahren fand die Gala in New York (2025) und in London (2024) statt. In diesem Jahr werden die Trophäen erstmals im Rahmen des International Film Festivals (TIFF) im kanadischen Toronto vergeben. Der Studentenoscar ist ein begehrter Nachwuchspreis. Im vorigen Jahr holte der deutsche Regisseur Tobias Eckerlin, Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg, mit seinem Kurzfilm „A Sparrow’s Song“ in der Kategorie Animation die Spitzen-Trophäe in Gold.
Mit den Trophäen ehrt die Akademie seit 1972 Auslandsregisseure und junge Talente von Filmhochschulen in den USA. Der Studentenoscar hat sich als Sprungbrett für eine Hollywood-Karriere erwiesen. Regisseure wie John Lasseter („Toy Story“), Spike Lee („Malcolm X“), Robert Zemeckis („Zurück in die Zukunft“) und Cary Fukunaga („Keine Zeit zu sterben“) zählen zu früheren Preisträgern.
„A Sparrow‘s Song“ gewann 2025
In den vier Kategorien waren im Juli insgesamt 28 Filme für den finalen Wettbewerb ausgewählt worden, darunter die beiden Diplomfilme „Send Nudes“ und „The Panic Inside“. Mit zwei Finalisten in der Kategorie Animation und dem jetzigen Gewinn eines Studenten-Oscars knüpft das Animationsinstitut an seine Erfolge bei den Awards an. 2025 wurde der Tobias Eckerlins Diplomfilm „A Sparrow‘s Song“ mit der Gold Medal ausgezeichnet, auch in diesem Jahr war die Filmakademie Baden-Württemberg mit insgesamt drei Produktionen im Wettbewerb vertreten: Der Dokumentarfilm „Dreams of a Sleeping Dragon“ (Regie: Johann-Baptiste Schilling) hatte die Halbfinalrunde erreicht.



