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Freizeit
Action und Spaß auf einem Hektar - Spiel- und Bikeplatz am Rappenberg offiziell eröffnet

Eröffnung mit einem Riesensatz: Auf dem Spiel- und Bikeplatz am Rappenberg sind große Sprünge und viel mehr möglich. Foto: Ramona Theiss
Eröffnung mit einem Riesensatz: Auf dem Spiel- und Bikeplatz am Rappenberg sind große Sprünge und viel mehr möglich. Foto: Ramona Theiss
Ein Areal, das Maßstäbe setzt – Gemeinde investiert 800000 Euro

Kirchberg. „Für eine kleine Gemeinde wie Kirchberg ist wirklich Großes entstanden“, sagte Bürgermeister Frank Hornek, als er jetzt offiziell den Startschuss für Spiel und Bike am Rappenberg gab. Auf einem Hektar einstiger Ackerfläche ist in den vergangenen Monaten eine Anlage entstanden, die ihresgleichen sucht und die auch gleich von Kindern und verwegenen Bikern in Beschlag genommen wurde.

So war der 25-jährige Daniel Renz aus Kirchberg zur Stelle, um zu zeigen, was hier alles möglich ist. Renz kommt aus dem internationalen Mountainbike Enduro-Sport, heiße Geländeritte sind sein Metier. Deshalb hat er die Gemeinde auch bei der Gestaltung des Pumptracks aus Asphalt und der geschotterten Dirtline beraten. Sein Urteil über die neue Anlage: Sie sei für jedes Alter und auch für Anfänger geeignet. Selbst die Kleinsten mit ihren Laufrädern könnten sich hier versuchen. Doch es gibt eben laut Daniel Renz auch Steigerungsmöglichkeiten, etwa mit den Steilkurven oder beim hohen Startsprunghügel der angrenzenden Dirtline. Seine spektakulären Vorführungen ließen den Besuchern den Atem stocken und sie motivierten einen sportlichen Gemeinderat zum Nachmachen: Martin Wolf setzte sich aufs Mountainbike und drehte vorsichtig einige Runden, der Applaus der Zuschauer war ihm sicher. Sein Urteil: „Ganz schön anstrengend!“

Der Spielplatz am Rande des Baugebietes Rappenberg mit Blick auf Felder und Wiesen bietet aber noch mehr: Spielgeräte aus Holz, eine lange Rutsche, zwei in den Boden eingelassene Trampolins, Schaukeln, eine große Kletterpyramide sowie Wackeltiere für Pferdefans. Das alles ist in verschiedenen Bereichen für Spiel, Abenteuer und Fantasie angeordnet. Und auch an die Erholung mit Relaxliegen aus Holz ist gedacht.

Frank Hornek ließ den Werdegang des Areals mit Actioncharakter, das seiner Einschätzung nach Maßstäbe setzt, nochmals Revue passieren. Bereits im Jahr 2007 sei es im Gemeinderat Konsens gewesen, dass angrenzend an den Rappenberg ein Spielplatz entstehen soll. Die Realisierung sollte aber mit dem vierten Bauabschnitt zusammenhängen. Im Klartext: Erst wenn dieser erschlossen ist, wird auch der Spielplatz in Angriff genommen. Deshalb hat es noch einige Zeit gedauert.

Die Gemeinde nahm für das Areal richtig viel Geld in die Hand: 150000 Euro für den Grunderwerb und 800000 Euro für die Anlage. Laut Hornek hätte ein deutlich kleinerer Spielplatz im Baugebiet aufgrund des dann fehlenden Einnahmeerlöses beim Grundstücksverkauf fast genauso viel gekostet. „Dann hätte es auch keinen Pumptrack gegeben“, so Hornek.

Dem Bürgermeister zufolge wurde das meiste Geld für die Spielgeräte ausgegeben, für ihn eine sinnvolle und wichtige Investition. Einen Zuschuss vom Verband Region Stuttgart in Höhe von 61000 Euro gab es für den Pumptrack. Hornek würdigte außerdem die Gestaltung des Geländes, die der Gemeindebauhof übernommen hatte. Tonnen von Sand sowie Erde wurden bewegt und Bäume sowie heimische Sträucher gepflanzt. Ein Stück weit gelang hier dem Bürgermeister zufolge auch der ökologische Ausgleich für den vierten Bauabschnitt des Baugebietes Rappenberg.