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Das sagt der Bürgermeister
Bakterien im Trinkwasser von Winzerhausen gefunden: Was jetzt für Bürger gilt

Die Bakterien im Leitungswasser können zum Beispiel bei geschädigter Haut und Wunden übertragen werden.
Die Bakterien im Leitungswasser können zum Beispiel bei geschädigter Haut und Wunden übertragen werden. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Im Großbottwarer Ortsteil Winzerhausen und im Holzweiler Hof wurden im Wasserversorgungsnetz Bakterien gefunden. Was heißt das für die Einwohner?

Großbottwar. Im Wasserversorgungsnetz des Großbottwarer Ortsteils Winzerhausen und im Holzweiler Hof wurde am Mittwoch das Bakterium „Pseudomonas aeruginosa“ nachgewiesen. Laut Großbottwarer Bürgermeister Ralf Zimmermann sei das Risiko für gesunde Menschen nur gering, denn der Anteil davon im Wasser sei sehr gering konzentriert. Einen genauen Grund für die Verunreinigung kann Zimmermann unserer Zeitung am Mittwochnachmittag bisher nicht nennen. Vermutungen gebe es dennoch: „Es gab in den letzten sieben Tagen Arbeiten am Wassernetz“, sagt er.

Um die Bakterien so schnell wie möglich loszuwerden, wird aktuell das Leitungsnetz gespült und gechlort. „Wir stehen in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt, auch die Landeswasserversorgung ist eingebunden“, sagt Zimmermann. Mindestens bis Donnerstag würden die Arbeiten am Leitungsnetz dauern, vermutet der Bürgermeister: „Ich gehe davon aus, dass wir die Bakterien diese Woche voll in den Griff bekommen.“

So können sich die Einwohner schützen

Für gesunde Menschen stelle das Bakterium wenig Risiko dar. „Wir gehen davon aus, dass Trinken kein Problem ist“, sagt Zimmermann. Beim Händewaschen würden ebenso keine Bakterien übertragen werden. Zudem könne man Wäsche problemlos waschen und trocknen.

Besonders aufpassen müssten Patienten mit Mukoviszidose, Menschen mit Harnwegskathetern oder einer Magensonde, Menschen, die ihre Inhalationsgeräte mit Trinkwasser reinigen und immungeschwächte Patienten, die Chemotherapie erhalten oder mit Immunsuppressiva behandelt werden. Auch Kontaktlinsenträger sollten ihre Kontaktlinsen nicht im Leitungswasser reinigen, wird auf der Internetseite der Stadt Großbottwar geraten. „Am besten sollte man nur abgekochtes Wasser verwenden“, sagt Zimmermann.

Säuglingsnahrung sollte zudem nur mit abgekochtem oder abgepacktem Wasser zubereitet werden. Prothesen und Zahnspangen am besten nur in abgekochtem Wasser aufbewahrt werden. Die Stadt rät dazu, die Ohren nach dem Duschen und Baden gut abzutrocknen.

Weitere Informationen gibt es auf www.grossbottwar.de.