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Familie

Basarteam erweitert Verkaufsfläche

Aus dem gesamten Landkreis Ludwigsburg und aus Nachbarkreisen sind Besucher wie Verkäufer am Samstag zum Hemminger Zwillingsbasar geströmt. Ein Streifzug über den Markt.

Strampler im Doppelpack: Der Zwillingsbasar in Hemmingen ist Anlaufstelle für Eltern, die alles zweifach brauchen. Foto: Oliver Bürkle
Strampler im Doppelpack: Der Zwillingsbasar in Hemmingen ist Anlaufstelle für Eltern, die alles zweifach brauchen. Foto: Oliver Bürkle

Hemmingen. Das Haus der Süddeutschen Gemeinschaft in Hemmingen platzt am Samstagvormittag aus allen Nähten. „Dieses Mal sind so viele Kinderwagen und Fahrzeuge zum Verkauf angemeldet worden, dass wir nach draußen erweitert haben“, sagt Ruth Keck vom SV-Förderverein Zwillingsbasar über die 22. Auflage der alljährlich zwei Mal stattfindenden Veranstaltung. So stehen nun vor dem Gemeindehaus unter einem Pavillon dicht an dicht Fahr- und Laufräder in Reih‘ und Glied. „Es ist wahnsinnig viel dieses Mal“, sagt auch Kecks 19-jähriger Sohn Benjamin, der sich mit um den Fahrzeugmarkt draußen kümmert. Einiges davon sei indes schon weg, ergänzt Basarteamkollegin Doris Hönes. Denn einige hätten als Ersatz für die Räder, die sie zum Verkauf brachten, gleich wieder größere erstanden.

Derweil bildet sich vor der Eingangstür des Gebäudes eine Warteschlange. Denn noch dürfen eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn nur Schwangere in Begleitung nach Schnäppchen stöbern. Eine der Wartenden ist Erika Palacka aus Ditzingen-Schöckingen. „Ich bin etwas früher gekommen, damit ich noch einen Parkplatz bekomme“, sagt sie. Denn sie wolle durch lange Stellplatzsucherei keine Zeit verlieren. „Die Verkaufszeit von eineinhalb Stunden ist immer so kurz“, so die Mutter von zwei zehn Monate alten Mädchen, die bereits zum dritten Mal auf dem Hemminger Basar einkauft. Die ersten Sachen hat sie noch während der Schwangerschaft erstanden und seither keinen der Hemminger Zwillingsbasare ausgelassen. Zum ersten Mal ist hingegen Sarah Rubin da. Die Zwillingsmama aus Kornwestheim hat ihre dreijährigen Mädchen Mia und Lara als Helferinnen mitgenommen.

In der Tat ist die Alte Schöckinger Straße schon restlos zugestellt, so dass einige in die Nebenstraßen zum Parken ausweichen. Doch manch einer tritt auch bereits den Heimweg an. So etwa ein junges Paar aus Friolzheim (Enzkreis), das im August Zwillinge erwartet. Dabei war der viertelstündige Expresseinkauf der werdenden Eltern durchaus erfolgreich mit zwei Babyschalen fürs Auto – für 75 Euro pro Stück echte Schnäppchen. Als Wegzehrung haben sich die Weitgereisten vom Torten- und Kuchenbüffet des Fördervereins etwas einpacken lassen.

Doch es gibt auch Besucher mit noch weiterer Anfahrt, etwa Kai Entenmann, der gemeinsam mit seiner hochschwangeren Frau aus Affalterbach zum Hemminger Zwillingsbasar gekommen ist. Nun steht er über und über mit Babykleidern auf den Armen beladen, über die er kaum noch rausschauen kann, an der Kuchentheke, während sie sich noch eine Platte mit Gebäck bestücken lässt. „Das ist schon okay. Schließlich trägt sie ja die beiden Jungs“, sagt er über sein Schicksal als Packesel. Dennoch freue er sich auf die baldige Heimfahrt, bevor es richtig voll werde, meint er mit Blick auf den Besucherstrom, der sich gerade mit der Öffnung des Marktes für alle ins Gemeindehaus ergießt.

Zur Auswahl stehen noch reichlich Kleider aller Größen für Jungs und Mädchen an den 30 Verkaufstischen. „Wir haben bei der Vergabe der Tische darauf geachtet, dass das Angebot möglichst breit ist“, sagt Ruth Keck. Denn wie immer seien es mit 55 Bewerbern weit mehr Verkaufsinteressenten gewesen als es Platz für ihre Stände im Gemeindehaus gibt. So sind unter den Verkäufern Neulinge wie Sofia Grüninger aus Leonberg-Gebersheim und alte Hasen, zu denen trotz ihrer Jugend die sechsjährigen Drillinge Nika, Jero und Lova zählen. Die Geschwister aus Bietigheim-Bissingen trennen sich von einigen Spielsachen, derweil ihre Eltern, Ines und Frank Zahler, den Kleiderverkauf übernehmen. Wer hat schon mehr eingenommen? „Wir“ rufen die Drillinge wie aus einem Mund und zeigen stolz den Inhalt ihres Kästchens.

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