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Podiumsdiskussion

Befürworter und Gegner treffen aufeinander

Vor dem Bürgerentscheid: Podiumsdiskussion unserer Zeitung zum Gewerbeschwerpunkt in Schwieberdingen

Stellen sich heute Abend auf einer Podiumsdiskussion unserer Zeitung im Schwieberdinger Bürgerhaus (im Uhrzeigersinn): Bürgermeister Nico Lauxmann, der regionale Planungsdirektor Thomas Kiwitt, der Abgeordnete Markus Rösler und der BUND-Kreischef Ste
Stellen sich heute Abend auf einer Podiumsdiskussion unserer Zeitung im Schwieberdinger Bürgerhaus (im Uhrzeigersinn): Bürgermeister Nico Lauxmann, der regionale Planungsdirektor Thomas Kiwitt, der Abgeordnete Markus Rösler und der BUND-Kreischef Stefan Flaig. Foto: Wolschendorf (2), privat

Schwieberdingen. In Schwieberdingen kommt es am Sonntag zu einer Premiere: Zum ersten Mal in der Geschichte der gut 11.300 Einwohner großen Gemeinde findet ein Bürgerentscheid statt. Die rund 9000 Wahlberechtigten sollen die Frage klären, ob auf einer Fläche von rund 23 Hektar zwischen Bosch und der Schnellbahntrasse ein regionaler Gewerbeschwerpunkt eingerichtet werden soll. Bisher sind hier landwirtschaftliche Flächen vorhanden. „Die Entscheidung ist von großer Tragweite“, sagt Bürgermeister Nico Lauxmann.

Und deshalb lädt unsere Zeitung am heutigen Dienstagabend um 19 Uhr zu einer Podiumsdiskussion in das Schwieberdinger Bürgerhaus ein. Es bietet Platz für rund 200 Zuschauer, der Eintritt ist frei. Fragen aus dem Publikum sind ausdrücklich erwünscht.

Die Ausgangslage ist klar. Lauxmann und der regionale Planungsdirektor Thomas Kiwitt treten für ein Ja ein. Der Bürgermeister erhofft sich Hunderte neue Arbeitsplätze und eine Festigung des Wirtschaftsstandorts. Die Region ist vor einigen Jahren auf die Suche nach neuen Gewerbeflächen gegangen und entlang der A.81 in Korntal-Münchingen, Ingersheim, Bietigheim-Bissingen und Tamm sowie Schwieberdingen fündig geworden. Sie will hier auf 75 Hektar vor allem expansionswillige, heimische Unternehmen bedienen.

Der Landtagsabgeordnete Markus Rösler (Grüne) und der BUND-Kreischef Stefan Flaig wollen das Gewerbegebiet dagegen verhindern. Flaig fordert, dass zuerst ein Schienenanschluss kommen müsse – „bevor dort überhaupt noch etwas erweitert wird“. Rösler beklagt, dass bei einer Umsetzung des Schwieberdinger Areals gute Böden verloren gehen, die seiner Ansicht nach zu den besten in Deutschland gehören.

Fehlen wird auf dem Podium ein Vertreter der Porsche AG. Das Unternehmen hat bekanntlich sein Interesse hinterlegt, bei einem Ja zum Bürgerentscheid auf rund 15 Hektar ein Industriequartier in Schwieberdingen errichten zu wollen, das die Produktion des ersten E-Porsches, des Taycans, unterstützt. Die Porsche-Managerin Daniela Rathe sagte im Interview mit unserer Zeitung: „Es geht am 14. Juli nicht um Porsche. Aber der Bürgerentscheid könnte der Startpunkt für eine Diskussion in der Region sein, wie wir zukünftig mit Industrie und Umwelt umgehen wollen.“ (red)