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Baustelle Sternkreuzung
Warum Busfahrgäste in Ludwigsburg jetzt mehr Zeit einplanen sollten

Verspätungen vorprogrammiert: Nahezu jede Buslinie muss je Umlauf zwei Mal die Sternkreuzung passieren.
Verspätungen vorprogrammiert: Nahezu jede Buslinie muss je Umlauf zwei Mal die Sternkreuzung passieren. Foto: Ramona Theiss
Mit dem Start der Baustelle an der Sternkreuzung rechnet die LVL mit Verzögerungen im Busverkehr. Eine neue Busspur soll helfen – Bedenken gibt es trotzdem.

Ludwigsburg. Wenn an diesem Mittwoch um 9 Uhr die Baustelle an der Sternkreuzung startet, beginnt für viele Busfahrgäste in Ludwigsburg eine Geduldsprobe. „Ich erwarte Chaos“, sagt Frank Metzger von den Ludwigsburger Verkehrslinien (LVL) ganz offen. Die gute Nachricht: Die Stadt und die LVL haben vorgesorgt. Die weniger gute: Verspätungen lassen sich kaum vermeiden.

Welche Linien sind betroffen?

Konkret: Die Buslinie 533 wird umgeleitet. Sie führt aus Richtung Stuttgarter Straße über den Karlsplatz und die Leonberger Straße zum Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB). Alle anderen Buslinien verkehren wie gewohnt, müssen sich aber denselben Engpass teilen. „Nahezu jede Buslinie fährt zweimal über die Sternkreuzung“, erklärt Metzger. „Wenn es dort stockt, wirkt sich das sofort auf den gesamten Fahrplan aus.“

Warum kleine Verzögerungen große Folgen haben

Für Fahrgäste bedeutet das: Schon kurze Verzögerungen können sich summieren. Ein Busumlauf dauert rund 60 Minuten. „Wenn man nur zweimal zwei bis drei Minuten verliert, ist der Bus schnell sechs oder sieben Minuten zu spät“, sagt Metzger. Besonders kritisch wird das also für Menschen, die ihre Anschlussverbindungen am Bahnhof erreichen müssen. Die LVL raten deshalb dringend dazu, zusätzliche Zeit einzuplanen.

Hilft die neue Busspur wirklich?

Um weitere Beeinträchtigungen beim Busverkehr zu vermeiden, hat die Stadt in der Wilhelmstraße eine eigene Busspur eingerichtet. Sie soll verhindern, dass Busse im Autoverkehr steckenbleiben. Metzger blickt mit Sorge auf die Praxis: „Autos fädeln sich oft früher ein – trotz des Vorrangs der Busse.“

Sollte sich zeigen, dass die Busspur nicht ausreichend respektiert wird, gibt es bereits Alternativen. „Wir könnten mit Leitelementen auf der Fahrbahn arbeiten, um die Busspur klarer abzugrenzen“, sagt Metzger. Auch eine veränderte Verkehrsführung in der Innenstadt sei denkbar. Die Stadt Ludwigsburg habe bereits signalisiert, „dass sie offen ist, weitere Maßnahmen in Betracht zu ziehen“.

Die nächsten Tage sind entscheidend

Wie groß die Probleme tatsächlich werden, entscheidet sich laut LVL in den ersten Tagen nach dem Baustellenstart. Dann wird beobachtet, wo es hakt – und ob nachgebessert werden muss. „Wir haben auf jeden Fall noch ein paar Plan B‘s“, betont Metzger. Für Fahrgäste heißt das aber vorerst: aufmerksam bleiben, mehr Zeit einplanen – und Geduld mitbringen.

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