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Wehr- und Kanalbrücke in Besigheim
Neckarbrücke in Besigheim wird ab Montag voll gesperrt

Die Neckarbrücke in Besigheim ist in schlechter Verfassung.
Die Neckarbrücke in Besigheim ist in schlechter Verfassung. Foto: Alfred Drossel
Was in Besigheim und Umgebung befürchtet wurde, wird jetzt Realität: Die marode Neckarbrücke wird für den motorisierten Verkehr gesperrt – bis auf Weiteres.

Besigheim. Die Neckarbrücke in Besigheim wird ab Montag, 13. Juli, für den motorisierten Verkehr gesperrt. Laut dem Landratsamt Ludwigsburg soll die Sperrung um 7 Uhr morgens beginnen. Nur Radfahrer und Fußgänger werden die Brücke noch passieren können.

Der Grund für die Sperrung der Wehr- und Kanalbrücke sind weitere Spanndrahtrisse in dem Bauwerk. Im Inneren der Brücke ist korrosionsgefährdeter Stahl verbaut. „Der betroffene Brückenteil über dem Wasserkraftwerk wird vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Neckar (WSA) betreut“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der beteiligten Behörden. „Nach der Schadensmeldung stimmten sich das WSA, das Landratsamt Ludwigsburg und das Regierungspräsidium Stuttgart kurzfristig ab. Gemeinsam entschieden sie, die Brücke aus Sicherheitsgründen für den gesamten Kraftfahrzeugverkehr zu sperren.“

Auch Busverkehr betroffen

Der Verkehr wird über die L 1115 und die Neckarbrücke in Kirchheim umgeleitet. Dort ist mit Stau zu rechnen.

Zudem hat die Sperrung gravierende Auswirkungen auf den Busverkehr. Betroffen sind die Linien 459, 568 und 574. „Die Fahr- und Dienstpläne müssen kurzfristig angepasst werden. Derzeit arbeiten alle Beteiligten an einem Notkonzept für den Busverkehr. Weitere Informationen folgen in Kürze“, teilt das Landratsamt mit. Fahrgäste müssten mit Verspätungen rechnen. Sie sollen sich vor Fahrtantritt auf der Internetseite des VVS über die Betriebslage informieren.

Die Schülerbusse (A-Linien) werden ab Besigheim-Neusatz über Kirchheim umgeleitet. Alternativ können Schüler an der Haltestelle Neusatz aussteigen und den restlichen Weg über die Brücke und zum Schulzentrum zu Fuß zurücklegen.

Untersuchungen geplant

Die Sperrung soll bis auf Weiteres gelten. Das WSA will die Schäden zunächst untersuchen lassen. Erste Ergebnisse werden Anfang September erwartet. Dann soll geprüft werden, ob es möglich ist, die Brücke wieder für den Pkw-Verkehr zu öffnen. In der Pressemitteilung heißt es hierzu: „Ziel aller Beteiligten ist es, den Pkw-Verkehr bis zum geplanten Neubau der Brücke, der voraussichtlich 2030 beginnen soll, wieder zu ermöglichen, sofern im Sinne der Verkehrssicherheit die Tragfähigkeit der Brücke dies nach der Prüfung zulässt.“

Bereits Anfang des Jahres war die über 70 Jahre alte Brücke wegen ihres schlechten Zustands für den Lkw-Verkehr gesperrt worden.

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