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Eröffnung

Besucher flanieren über den neuen Steg

Remseck ist um eine Attraktion reicher: das Schwäbische Eck – Gäste begeistert von Badehäuschen und schwimmenden Gärten

Ein Hingucker ist nicht nur der Steg, auch die schwimmenden Gärten zogen zahlreiche Besucher an. Fotos: Ramona Theiss
Ein Hingucker ist nicht nur der Steg, auch die schwimmenden Gärten zogen zahlreiche Besucher an. Foto: Ramona Theiss
Offizielle Eröffnung mit OB Dirk Schönberger (links neben Remsi) und dem Vorsitzenden des Verbandes Region Stuttgart, Thomas Bopp (Mitte).
Offizielle Eröffnung mit OB Dirk Schönberger (links neben Remsi) und dem Vorsitzenden des Verbandes Region Stuttgart, Thomas Bopp (Mitte).
Am Remsufer verstecken sich unter einem aufgetürmten Stapel aus Ästen gleich mehrere Schlangen. Sehr zur Freude der Kinder.
Am Remsufer verstecken sich unter einem aufgetürmten Stapel aus Ästen gleich mehrere Schlangen. Sehr zur Freude der Kinder.
Die drei Badehäuschen als architektonischer Hingucker.
Die drei Badehäuschen als architektonischer Hingucker.
Die Prosit auf den gelungenen Auftakt.
Die Prosit auf den gelungenen Auftakt.

Remseck. Mit einer Hocketse am Neckarstrand ist die Remstal-Gartenschau in Neckarrems am Samstag eröffnet worden. Die zahlreichen Besucher nutzten die Gelegenheit, über den Steg entlang der Rems zu flanieren, die weißen Badehäuschen und die schwimmenden Gärten zu bestaunen.

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Eröffnung Remstal-Gartenschau

Die Stelle, an der die Rems in den Neckar fließt, hat seit dem Wochenende einen neuen Namen: Oberbürgermeister Dirk Schönberger prägte den Begriff „Schwäbisches Eck“. Was hier in den vergangenen Monaten entstanden ist, sei ein „tolles Alleinstellungsmerkmal“, zeigte er sich einen Tag nach der zentralen Auftaktveranstaltung in Schorndorf erfreut.

Die Eröffnung der kommunalen Gartenschau bezeichnete er vor den zahlreichen Gästen als „Meilenstein in der Geschichte Remsecks“. Gleichzeitig erinnerte er an die langen Planungen, die bis ins Jahr 2006 zurückreichen. Explizit dankte er dem Gemeinderat für seine Unterstützung. Die Entscheidungen für die Gartenschauprojekte seien zwar nicht einstimmig gefallen, „aber eine Mehrheit war vorhanden“, sagte er.

Schönberger richtete den Blick aber auch in die Zukunft und wies auf die Neue Mitte mit Rathaus, Stadthalle und Medienzentrum hin, die schon deutlich zu erkennen ist und das Schwäbische Eck prägen wird. Der OB blickte aber auch auf die vielen Veranstaltungen, die im Rahmen der Gartenschau in Remseck stattfinden werden – vom Weißen Dinner über Poetry Slam und Open-Air-Kino bis Lichterpicknick.

„Das ist ein tolles Wochenende, auf das wir hingefiebert haben“, sagte Thomas Bopp, Verbandsvorsitzender der Region Stuttgart. Er appellierte an die Zuhörer, den Sommerurlaub in diesem Jahr zu Hause zu verbringen und die Angebote der Remstal Gartenschau wahrzunehmen: „Es gibt in den nächsten Monaten so viel zu sehen, Sie können jeden Tag etwas anderes machen, fahren Sie rein ins Remstal“. Sogar dem Regenschauer gestern Morgen konnte er etwas Gutes abgewinnen: „Das ist bestes Wetter, damit die frisch gesetzten Pflanzen anwachsen.“ Was die 16 teilnehmenden Kommunen entlang der Rems verbindet, sind die vom Verband Region Stuttgart geförderten architektonischen Stationen. Der Entwurf für die drei stilisierten Badehäuschen auf dem Steg in Remseck stammt vom Frankfurter Architekturbüro Christoph Mäckler. Seit Samstag können diese aus der Nähe bewundert werden.

„Es geht darum, dass Bürger Natur in ihrer Stadt erleben können“, betonte Bernhard Ritz vom Regierungspräsidium Stuttgart. Drei Landkreise, 16 Kommunen und der Verband Region Stuttgart haben für die interkommunale Gartenschau entlang der 80 Kilometer langen Rems von der Quelle bis zur Mündung an einem Strang gezogen.

Das Konzept, die Rems erlebbar zu machen, ist gelungen. Das zeigte die große Zahl der Besucher, die kurz nach der offiziellen Eröffnung über den teilweise schwankenden Steg am Remsufer flanierten und von dort aus völlig neue Perspektiven auf den Ort genossen, an dem die Rems den Neckar küsst. Ob die weißen Badehäuschen, die schön bepflanzten schwimmenden Gärten oder das gärtnerisch gestaltete Flussufer: Die Begeisterung der Besucher war deutlich zu spüren. Es lohnt sich durchaus, an einigen Stellen genauer hinzuschauen: Ein schöner Ausblick lässt sich von den beiden Balkonen am Remsufer aus genießen. Am Neckarstrand lädt ein hölzernes Schiffswrack die kleinen Besucher zum Klettern ein. Nicht nur die beteiligten Kommunen sind durch die Gartenschau zusammen gewachsen. Zusammenhalt demonstrierten die Vereine der sechs Stadtteile, aus denen Remseck besteht: Gemeinsam sorgten die Vereinsvorstände am Samstag für das leibliche Wohl der Besucher.

Eins steht fest: Remseck ist um eine Attraktion reicher. Das Schwäbische Eck hat das Zeug, zum Wahrzeichen zu werden.

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