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Schultheater im Ellental
„Der Bus brennt“: Theater-AG der Ellental-Gymnasien zeigt beklemmende Klima-Zukunft

Das Stück „Der Bus brennt“ nimmt das Jahr 2038 in den Blick.
Das Stück „Der Bus brennt“ nimmt das Jahr 2038 in den Blick. Foto: Ellental-Gymnasien/p
Ein überhitzter Bus, sprechende Kühe und eine düstere Zukunft: Die Theater-AG im Ellental zeigt mit „Der Bus brennt“ die Klimakrise im Jahr 2038.

Bietigheim-Bissingen. Die Theater-AG der Gymnasien im Ellental brachte mit „Der Bus brennt“ von Kirsten Fuchs ein Stück auf die Bühne, das die nahe Zukunft des Jahres 2038 in den Blick nimmt. Die Aufführungen in der Aula zeigten eine Welt, in der die Klimakrise bereits den Alltag bestimmt.

Gestrandet an der Bushaltestelle

Letah (Pia Sander), Zündi (Ben Bußler), F. P. (Frederick Peters), Tessi (Lidziya Tsyolta) und Hann (Anna Zimmerer) treffen sich auf dem Weg zur Schule an einer abgelegenen Bushaltestelle. Sie haben Modelle von Globen dabei, die sie für den Unterricht vorbereitet haben. Doch in der Schule kommen sie niemals an: Der Bus, ein autonomes Fahrzeug, fällt wegen Überhitzung aus. Ein zweiter Bus verweigert die Mitnahme, und auch technische Hilfsmittel wie Handys helfen nicht weiter.

Die Schülerinnen und Schüler haben Modelle von Globen dabei, die sie für den Unterricht vorbereitet haben.
Die Schülerinnen und Schüler haben Modelle von Globen dabei, die sie für den Unterricht vorbereitet haben. Foto: Ellental-Gymnasien/p

Klimakrise wird zur Realität

Die Situation spitzt sich zu, als die Gruppe mit den Folgen der veränderten Natur konfrontiert wird. Ein Unwetter bricht über sie herein und sie müssen in ein Gebäude der ehemaligen Universität fliehen, die aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen wurde. Hier treffen sie nicht nur auf den in einem Computerprogramm gespeicherten Geist von Prof. Imser Tagileb (Florentin Wolf). Auch die Auseinandersetzungen zwischen den Jugendlichen spitzen sich zu, die mit ihren Eltern als den erwachsenen Verursachern der Krise hadern, aber gleichzeitig auch mit ihrer Zukunftsperspektive. Gemeinsam schafft es zumindest ein Teil der Gruppe, ihren Globus für den Unterricht zu retten – was symbolisch etwas Hoffnung macht, dass durch Zusammenhalt der Krise begegnet werden kann.

Kommentiert wird die Handlung von mutierten Kühen, die 2038 das Sprechen gelernt haben
Kommentiert wird die Handlung von mutierten Kühen, die 2038 das Sprechen gelernt haben Foto: Ellental-Gymnasien/p

Mutierte Kühe sorgen für skurrile Momente

Kommentiert wird die Handlung von mutierten Kühen (Marie Louise Groth und Julian Wück), die 2038 das Sprechen gelernt haben und sich bereit machen, die Herrschaft über die Welt zu übernehmen. Die Mischung aus realistischen und absurden Momenten regten einerseits zum Schmunzeln an, andererseits machten sie das Publikum auf den Umgang mit der tatsächlichen Klimakrise kritisch aufmerksam, heißt es in einer Mitteilung der Ellental-Gymnasien.

Hoffnung trotz düsterer Zukunft

Schwungvoll und rasant nahmen die Darstellerinnen und Darsteller der Theater-AG ihr Publikum mit auf die Reise in eine düstere Zukunft. Die AG kombinierte dabei eindrücklich humoristische und verfremdende Elemente, um auf ein aktuelles Thema aufmerksam zu machen. Die Media-AG der Schule verlieh der Aufführung durch Licht, Ton und Spezialeffekte eine besondere Atmosphäre. Somit waren die beiden Theaterabende ein gelungener Abschluss einer fast einjährigen Probenphase der AG unter der Leitung von Steffi Schmitt und Julia Dalke. (red)