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Blick aufs Wetter
Der große Kälteschock: Droht dem Kreis Ludwigsburg ein Polarwirbelsplit?

Schnee, Eis, Kälte – in dieser Woche eher unwahrscheinlich.
Schnee, Eis, Kälte – in dieser Woche eher unwahrscheinlich. Foto: Julia Steinbrecht/KNA
Der Deutsche Wetterdienst gibt vorerst Entwarnung: Statt Schnee und Frost stehen milde Temperaturen an – doch schon ab nächster Woche könnte sich das ändern.

Kreis Ludwigsburg. Steuert der Ludwigsburger Winter auf einen Kälteschock zu? Während in sozialen Netzwerken bereits von einem schwächelnden Polarwirbel die Rede ist, bleiben die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Stuttgart gelassen – zumindest vorerst. Von den Auswirkungen eines Polarwirbelsplits sei der ganze Landkreis in den kommenden Tagen weit entfernt. „Aktuell gibt es keinerlei Anzeichen dafür“, sagt ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf Anfrage. Doch schon ab nächster Woche könnte sich die Lage drastisch verschlechtern.

InfoWas ist ein Polarwirbel?Ein Polarwirbel ist ein großer, kreisender Wirbel aus sehr kalter Luft über den Polen Arktis und Antarktis, der besonders im Winter stark ist. Er entsteht, weil es dort kaum Sonnenlicht gibt und sich besonders kalte Luft ansammelt.Die Folgen? Wenn der Polarwirbel stark bleibt, bleibt die kalte Luft oben am Pol und unsere Winter, etwa auch im Kreis Ludwigsburg, fallen eher mild aus. Wenn er schwächer oder sogar gestört wird, kann arktische Kälte nach Süden dringen – das verursacht dann extreme Kälte, Frost, Schnee oder Kälteeinbrüche auch in Deutschland.Doch wie kann das passieren? Der Polarwirbel kann etwa durch plötzliche Erwärmung in großer Höhe über der Arktis gestört oder geschwächt werden. Dadurch verliert er seine stabile Kreisform. Dann kann sich der Wirbel verlagern oder aufspalten, sodass kalte Polarluft nach Süden wandert und das Wetter beeinflusst.

Regen und Glätte bleiben ein Risiko

In dieser Woche bleiben die Temperaturen vergleichsweise mild. In den nächsten Tagen werden sechs bis sieben Grad erwartet, am Wochenende könnten die Werte sogar auf neun bis zehn Grad steigen.

Doch ganz ohne Wetterrisiken kommt die Woche dennoch nicht aus. Zwar bleibt die große Kälte aus, doch Regen in Kombination mit niedrigen Temperaturen kann regional zu Glatteis führen. Autofahrer und Fußgänger sollten daher besonders in den Morgen- und Abendstunden aufmerksam sein.

Mögliches Wetterchaos

Spannender wird der Blick auf die kommende Woche. „Kälte wird erst ab Mittwoch ein Thema“, sagt der DWD-Sprecher. Da sollen die Temperaturen nämlich spürbar sinken. Ob das tatsächlich mit einem schwächelnden Polarwirbel zusammen hängt, sei derzeit noch offen. „Das könnte ein Wetterchaos werden“, sagt der Meteorologe – fügt aber hinzu, dass sich die Lage aktuell noch nicht bewerten lasse.

Unterm Strich bleibt festzuhalten: Vor der kommenden Woche ist ein extremer Wintereinbruch im Kreis Ludwigsburg sehr unwahrscheinlich. Erst danach könnte sich das Wetter deutlich verändern. Wie stark und ob mit extremen Folgen, bleibt abzuwarten.

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