1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Ludwigsburg
Logo

Tarifverhandlungen im privaten Omnibusgewerbe
Diese Buslinien sind vom Streik am Dienstag und Mittwoch im Kreis Ludwigsburg betroffen

Auch am Dienstag und Mittwoch streiken die Busfahrer privater Busunternehmen.
Auch am Dienstag und Mittwoch streiken die Busfahrer privater Busunternehmen. Foto: Andreas Becker
Die Gewerkschaft Verdi ruft vor der vierten Verhandlungsrunde zu weiteren Warnstreiks auf. Betroffen sind nicht nur Linien- sondern auch Schulbusfahrten.

Kreis Ludwigsburg. Am Dienstag, 11. Februar, und Mittwoch, 12. Februar, hat die Gewerkschaft Verdi bei den privaten Verkehrsunternehmen erneut zu einem zweitägigen Warnstreik aufgerufen. Davon betroffen sind Ludwigsburg und alle Stadtteile, Bietigheim-Bissingen, Kornwestheim, Remseck, Asperg, Marbach, Waiblingen und Stuttgart-Stammheim.

Linien- und Schulbusfahrten von LVL Jäger und Spillmann

Alle Buslinien der LVL Jäger GmbH fallen laut Mitteilung des Unternehmens aus: 411, 412, 413, 414, 415, 420, 421, 421A, 422, 422A, 423, 424, 425, 425A, 426, 427, 427A, 428, 429, 430, 430A, 431, 433, 433A, 451 und X43 aus. Auch sämtliche Linien- und Schulbusfahrten von Spillmann entfallen an diesen Tagen. Im Einzelnen sind folgende Spillmann-Linien vom Streik betroffen: 541, 542, 544, 551, 554, 556, 558, 559, 561, 563, 564. Mit vom Streik betroffen sind auch die Busunternehmen WBG, OVR, Wöhr Tours und Müller.

Nicht betroffen sind:

  • S-Bahnen und Regionalzüge
  • Bahnen und Busse der SSB Stuttgart
  • Stadtbus Remseck: Aktuell ist keine Streikbeteiligung der Mitarbeiter der Firma Knisel bekannt

Konkretes Angebot vom Verband liegt vor

Der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen hatte zwar in der dritten Runde am 31. Januar ein konkretes Angebot vorgelegt, doch dieses bleibt weit hinter den Erwartungen der Fahrerinnen und Fahrer zurück, heißt es in einer Mitteilung von Verdi. Vorgeschlagen wurden als Inflationsausgleich lediglich dreimal 2,5 Prozent mehr Lohn über einen Zeitraum von 36 Monaten. Auch für die betriebliche Altersvorsorge liegt nun ein Angebot auf dem Tisch, das jedoch nur schrittweise über drei Jahre eine Verbesserung von drei Prozent vorsieht. Die vierte Verhandlungsrunde findet am 13. Februar statt.

In einer Pressemitteilung wird Verdi-Verhandlungsführer Jan Bleckert zitiert: „Eine Stagnation bei Entlohnung und Arbeitsbedingungen können wir uns aufgrund der Herausforderungen in der Branche nicht mehr leisten. Wenn es uns nicht gelingt, neues Fachpersonal durch eine attraktivere Gestaltung der Jobs am Steuer zu gewinnen, blockieren wir die Verkehrswende. Leidtragende sind neben den Beschäftigten die Kundinnen und Kunden, die die Lücken in den Fahrplänen täglich zu spüren bekommen. Die Erfolge des Deutschlandtickets werden so konterkariert.“

Am Donnerstag, 13. Februar, kommt es im Kreis Ludwigsburg auch wieder zu Streiks im öffentlichen Dienst.

Lesen Sie hier:
VG WORT Zählmarke