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Die Besten gekürt
Erste-Hilfe-Olympiade in Ditzingen: Das sind Baden-Württembergs beste Johanniter-Retter

An realistisch inszenierten Fallbeispielen mit täuschend echt geschminkten Mimen zeigten die Teams, dass im Notfall jeder Handgriff sitzt.
An realistisch inszenierten Fallbeispielen mit täuschend echt geschminkten Mimen zeigten die Teams, dass im Notfall jeder Handgriff sitzt. Foto: KS-Images.de / Andreas Rometsch
300 Johanniter aus ganz Baden-Württemberg traten in Ditzingen gegeneinander an. Nun stehen die Sieger fest – sie fahren zur Deutschen Meisterschaft.

Ditzingen. 300 Johanniter und Johanniterinnen aus ganz Baden-Württemberg trafen sich kürzlich zur „Erste-Hilfe-Olympiade“ in der Schule in der Glemsaue in Ditzingen. Auf dem Gelände konnten die insgesamt 20 Mannschaften ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse unter Beweis stellen. Mit einer feierlichen Siegerehrung die Gewinner-Teams gekürt.

Realistische Notfälle als Prüfung

An realistisch inszenierten Fallbeispielen mit täuschend echt geschminkten Mimen zeigten die Teams, dass im Notfall jeder Handgriff sitzt. In vier Kategorien mussten – je nach Alter und Qualifikationsniveau – haupt- und ehrenamtliche Retter verschiedene medizinische Aufgaben in Theorie und Praxis lösen. Ehrenamtliche Schiedsrichter bewerteten die Teamleistung nach Punkten und kürten am Ende Siegergruppen, die sich im kommenden Jahr beim „Tag der Johanniter“ in Hannover um den Titel „Beste Johanniter-Retter Deutschlands“ messen.

In vier Kategorien mussten – je nach Alter und Qualifikationsniveau – haupt- und ehrenamtliche Retter verschiedene medizinische Aufgaben in Theorie und Praxis lösen.
In vier Kategorien mussten – je nach Alter und Qualifikationsniveau – haupt- und ehrenamtliche Retter verschiedene medizinische Aufgaben in Theorie und Praxis lösen. Foto: KS-Images.de / Andreas Rometsch

Bodensee-Team gewinnt bei den Profis

Der Wettkampf startete zunächst mit einem schriftlichen Theorietest, dann stellten sich die Teilnehmenden den praktischen Herausforderungen wie einem Parcours mit einer Patiententrage, der Herz-Lungen-Wiederbelebung oder realistischen Unfallszenarien. Die Profis unter den Johannitern bearbeiteten ein Fallbeispiel, bei dem zwei Jugendliche von einem Baum gefallen waren und sich sehr schwer verletzt hatten. Den ersten Platz der Profi-Mannschaft erhielt eine Mannschaft aus der Region Bodensee. Auch Rettungshunde-Mannschaften waren dabei. Hier ging es unter anderem darum, wie gut sich die Teams in unbekanntem Terrain orientieren können.

Zum ersten Mal war auch eine Mannschaft aus Erzieherinnen und Erziehern der Johanniter-Kitas dabei und zeigte ihr Wissen in Erster Hilfe. Und die ganz kleinen Johanniterinnen und Johanniter bewiesen, dass auch schon Kinder Grundlagen der Ersten Hilfe anwenden können.

Hintergrundinformationen Die WettkämpfeDie Landes- und Bundeswettkämpfe sind eine gute Möglichkeit, das Leistungsniveau und den Ausbildungsstand der Helferinnen und Helfer im Bereich der Ersten Hilfe und der Notfallrettung zu demonstrieren und sich im fairen Wettstreit untereinander zu messen. Auch das Gemeinschafts-Gefühl der Helferinnen und Helfer wird gestärkt. In der Johanniter-Unfall-Hilfe in Baden-Württemberg engagieren sich über 2.200 Ehrenamtliche, und etwa 112.000 Fördermitglieder. So können die Johanniter zahlreiche Dienstleistungen wie Menüservice, Hausnotruf, Kinder- und Jugendbetreuung, Pflege- und Fahrdienste sowie Erste-Hilfe-Kurse anbieten.

Nächstes Ziel: Deutsche Meisterschaft

„Es ist beeindruckend zu sehen, was unsere Männer und Frauen und auch schon die Kinder und Jugendlichen leisten. So sind wir für die Bürgerinnen und Bürger mit unserer Kompetenz und Ruhe da, wenn es um Hilfe in Not geht“, so Landesvorstand Thomas Hanisch in einer Pressemitteilung. (red)