Ditzingen. 300 Johanniter und Johanniterinnen aus ganz Baden-Württemberg trafen sich kürzlich zur „Erste-Hilfe-Olympiade“ in der Schule in der Glemsaue in Ditzingen. Auf dem Gelände konnten die insgesamt 20 Mannschaften ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse unter Beweis stellen. Mit einer feierlichen Siegerehrung die Gewinner-Teams gekürt.
Realistische Notfälle als Prüfung
An realistisch inszenierten Fallbeispielen mit täuschend echt geschminkten Mimen zeigten die Teams, dass im Notfall jeder Handgriff sitzt. In vier Kategorien mussten – je nach Alter und Qualifikationsniveau – haupt- und ehrenamtliche Retter verschiedene medizinische Aufgaben in Theorie und Praxis lösen. Ehrenamtliche Schiedsrichter bewerteten die Teamleistung nach Punkten und kürten am Ende Siegergruppen, die sich im kommenden Jahr beim „Tag der Johanniter“ in Hannover um den Titel „Beste Johanniter-Retter Deutschlands“ messen.

Bodensee-Team gewinnt bei den Profis
Der Wettkampf startete zunächst mit einem schriftlichen Theorietest, dann stellten sich die Teilnehmenden den praktischen Herausforderungen wie einem Parcours mit einer Patiententrage, der Herz-Lungen-Wiederbelebung oder realistischen Unfallszenarien. Die Profis unter den Johannitern bearbeiteten ein Fallbeispiel, bei dem zwei Jugendliche von einem Baum gefallen waren und sich sehr schwer verletzt hatten. Den ersten Platz der Profi-Mannschaft erhielt eine Mannschaft aus der Region Bodensee. Auch Rettungshunde-Mannschaften waren dabei. Hier ging es unter anderem darum, wie gut sich die Teams in unbekanntem Terrain orientieren können.
Zum ersten Mal war auch eine Mannschaft aus Erzieherinnen und Erziehern der Johanniter-Kitas dabei und zeigte ihr Wissen in Erster Hilfe. Und die ganz kleinen Johanniterinnen und Johanniter bewiesen, dass auch schon Kinder Grundlagen der Ersten Hilfe anwenden können.
Nächstes Ziel: Deutsche Meisterschaft
„Es ist beeindruckend zu sehen, was unsere Männer und Frauen und auch schon die Kinder und Jugendlichen leisten. So sind wir für die Bürgerinnen und Bürger mit unserer Kompetenz und Ruhe da, wenn es um Hilfe in Not geht“, so Landesvorstand Thomas Hanisch in einer Pressemitteilung. (red)
