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Veranstaltung

Hochbetrieb rund um die Kelter

Andreasmarkt erweist sich bei sonnigem Herbstwetter als echter Publikumsmagnet – Das neue Konzept geht auf

Auch in Zeiten von E-Mails freuen sich viele Menschen über eine handgeschriebene Karte.Fotos: Andreas Becker
Auch in Zeiten von E-Mails freuen sich viele Menschen über eine handgeschriebene Karte. Foto: Andreas Becker
90 Stände von Händlern und örtlichen Vereinen locken zahlreiche Besucher an, die das schöne Herbstwetter zu einem entspannten Bummel nutzen.
90 Stände von Händlern und örtlichen Vereinen locken zahlreiche Besucher an, die das schöne Herbstwetter zu einem entspannten Bummel nutzen.
Darf‘s eine schicke Mütze für die bevorstehenden kalten Tage sein?
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beilstein. Das Wochenende war einfach ideal für einen Ausflug ins Bottwartal und davon profitierte auch der Beilsteiner Andreasmarkt. Entlang der 90 Stände von Vereinen und Händlern rund um die Kelter sowie in den Seitengassen und umliegenden Straßen herrschte Hochbetrieb.

Bürgermeister Patrick Holl zeigte sich jedenfalls im Gespräch mit unserer Zeitung zufrieden mit dem Andrang der Besucher und sah sich mit dem neuen Konzept, das im vergangenen Jahr erstmals umgesetzt wurde, bestätigt. Die Menschen drängten sich bei sonnigem Herbstwetter durch das Weinbaustädtchen, und auch das Angebot stimmte.

Der nach dem Apostel Andreas benannte Markt fand traditionell stets um dessen Todestag am 30. November statt. Dieser späte Termin im Jahr sorgte vor allem wegen der dann bereits startenden Weihnachtsmärkte dafür, dass die Veranstaltung immer schlechter besucht war, und so wurde ein neues Konzept erarbeitet. Der Krämermarkt wurde 2018 erstmals auf das letzte Oktoberwochenende verlegt und das Angebot auch auf regionale Produkte ausgedehnt. Hinzu kam noch ein Rahmenprogramm auf der Bühne bei der Kelter.

Bei der zweiten Auflage an diesem Wochenende stimmte alles, die Menschen konnten nach modischer Kleidung stöbern, Hüte aufprobieren und sich schon mal winterlich einkleiden – mit groben Strickmützen und dicken Jacken aus Schafwolle. Denn bald wird es kälter und dann stehen auch wieder die Wollsocken hoch im Kurs. Modische Winterjacken in warmen Farbtönen waren ebenso Blickfang wie Strickponchos. Am Stand des Sportgeschäfts konnte man auch schon mal neue Skier in Augenschein nehmen.

Bürgermeister Patrick Holl sieht das neue Konzept des Marktes bestätigt

Das Schlendern lohnte sich allemal, denn es gab noch viel mehr zu entdecken. Beispielsweise originelle Gartendekorationen aus Holz oder Metall. Vielerlei Teesorten, Kräuter und Gewürze gab es ebenfalls, und regionale Erzeugnisse waren begehrt. Etwa die Räuberlinsen aus dem Mainhardter Wald oder Honigprodukte direkt vom Imker aus der Gegend.

Auch die kulinarischen Stände mussten nicht lange auf Gäste warten. Currywurst, Schupfnudeln mit Kraut oder eine leckere Kürbissuppe, die Vielfalt war groß. Bei den Beilsteiner Winzern wurden außerdem prämierte Viertele ausgeschenkt. Die Weine konnte man im Loungebereich mit Sitzgelegenheiten aus Holzpaletten genießen. Auch ein Espresso von der Café-Bar war nicht zu verachten.

Vor allem auf dem Kelterplatz ging es hoch her, in der offenen Kelter waren Tische und Bänke aufgebaut, und das Verweilen lohnte sich nicht nur wegen des kulinarischen Angebots. Auf der Bühne war an beiden Markttagen einiges geboten. Am Samstagnachmittag spielte das Akkordeonorchester der Stadtkapelle Beilstein und am Abend gab es Livemusik mit Sannah und Friends. Der von Posaunenchören musikalisch gestaltete ökumenische Gottesdienst gestern Vormittag war gut besucht. Für reichlich Schwung zur Mittagsstunde sorgte das Blasorchester der Stadtkapelle Beilstein und am Nachmittag folgten Zauberei sowie Jonglage. Ein stimmungsvoller Laternenumzug mit dem Akkordeon-Orchester beschloss den Andreasmarkt, der ein voller Erfolg war.

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