Der Markgröninger Gemeinderat hat beschlossen, eine Jugendbefragung in der Stadt zu initiieren. Anlass ist die Situation des Jugendhauses Chilloud, dessen Standort im Zuge der Debatte um eine anderweitige Nutzung zur Diskussion gestellt wurde. Darüber hinaus wollen der Bürgermeister Jens Hübner, der Gemeinderat, die Verwaltung und eine Steuerungsgruppe wissen, welche Bedürfnisse junge Markgröninger haben, heißt es in einer Pressemitteilung.
Steuerungsgruppe am Start
Konkret geht es zum Beispiel um diese Fragen: Wie wird das Jugendhaus genutzt? Was wünschen sich die Jugendlichen vom Jugendhaus? Wie bewerten sie das Leben in Markgröningen? Was fehlt? Die schwierige finanzielle Situation der Stadt soll ausdrücklich kein Hinderungsgrund sein, gemeinsam mit Jugendlichen nach realistischen Lösungen zu suchen, heißt es in der Mitteilung weiter.
Mit der Befragung soll auch eine Vorschrift der Gemeindeordnung umgesetzt werden, wonach Städte und Gemeinden Jugendliche bei Planung und Vorhaben, die ihre Interessen berühren, in angemessener Weise beteiligen muss.
Im ersten Schritt wurde eine Steuerungsgruppe gegründet, die sich der Umsetzung annehmen soll. Mitglieder sind die Schulsozialarbeiterinnen des Hans-Grüninger-Gymnasiums, Ariane Sontag, und der Ludwig-Heyd-Schule, Viviane Steiert, Stadtjugendpflegerin Cindy Lee, Frank Blessing als Vertreter der Stadtverwaltung und Silke Faßnacht vom Jugendhaus Chilloud. Unterstützt wird die Steuerungsgruppe von Svenja Götz, die den gesamten Prozess in Markgröningen als externe Beraterin mit ihrer Erfahrung als Moderatorin für Kinder- und Jugendbeteiligung begleitet.
Online-Format vorgesehen
Zusammen mit Mitgliedern des Gemeinderates und der Expertise der Jugendlichen im Jugendhaus wurde nach Angaben des Rathauses in den vergangenen Monaten eine Befragung erstellt, die zunächst einem Pre-Test durch Jugendliche unterzogen wurde. Dieser geht nun als Online-Befragung flächendeckend an alle weiterführenden Schulen in Markgröningen sowie an Schülerinnen und Schüler aus Markgröningen an anderen Schulen.
Nach der Auswertung und einer gemeinsamen Veranstaltung unter Beteiligung von Politik, Verwaltung und Jugendlichen ist dann vorgesehen, Formate zur weiteren Bearbeitung der Ergebnisse zu entwickeln. „In dieser Planung der weiteren Schritte ist ein Mitdenken der Jugendlichen in Markgröningen ausdrücklich erwünscht“, lässt die Stadt ausrichten. (red)
