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Betreuung

Naturkindergarten nah am GKN

Was die Kinderbetreuung anbelangt, legt Gemmrigheim noch eine Schippe drauf. Neben der Kindertagesstätte im Neubaugebiet „Am Holzplatz“, soll der Naturkindergarten „Krabbenrain“ entstehen und zwar auf dem sogenannten Atombuckel in der Nähe des GKN Neckarwestheim.

Im „Krabbenrain“ soll ein Naturkindergarten entstehen. Foto: Ramona Theiss
Im „Krabbenrain“ soll ein Naturkindergarten entstehen. Foto: Ramona Theiss

Gemmrigheim. In den drei Gemmrigheimer Betreuungseinrichtungen für Kinder ist es mittlerweile eng. Wie berichtet sind die Kindergärten Neusatz, in der Bergstraße und im Nachtigallenweg voll ausgelastet. Dass für Krippen- und Kindergartenkinder, die neu dazukommen wollen, keine Plätze zur Verfügung stehen, ist in Gemmrigheim bekannt. Deswegen soll für rund 2,2 Millionen Euro im Neubaugebiet „Neckarlust“ die Kindertagesstätte „Am Holzplatz“ entstehen, in denen drei Gruppen à 20 Kinder, die älter sind als drei Jahre alt, untergebracht werden, sowie eine Gruppe mit zehn unter Dreijährigen. Darüber hinaus ist im Gremium schon seit längerem der Ruf nach einem Naturkindergarten laut geworden.

Dem soll schnellstens Rechnung getragen werden. Hauptamtsleiterin Bärbel Petters hat die konkreten Planungen nun vorgestellt. Entstehen soll der Naturkindergarten „Krabbenrain“ auf einem mit Erdaushub aufgeschütteten Hügel nahe dem Kernkraftwerk Neckarwestheim – dem sogenannten Atombuckel. „Ein letztes Mal werde ich diese Bezeichnung in diesem Zusammenhang nennen“, meint Petters. Naturschutzbehörde und Revierförster hätten keine Bedenken erhoben, wenn auf dem dortigen Gelände ein Naturkindergarten für maximal 20 Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt in Betrieb genommen werden soll. „Um 8 Uhr beginnt der Kindergarten, um 14 Uhr können die Kinder abgeholt werden.“ Diese Betreuungsform werde stark nachgefragt, teilte Petters mit.

Auf dem Hügel, der über Wirtschaftswege erreichbar ist, befindet sich neben einem Grill bereits eine Schutzhütte. 10.000 Euro will die Verwaltung für eine Gasheizung, Fenster sowie eine Unterstellmöglichkeit für einen Bollerwagen investieren. Die Schutzhütte könne dann nicht mehr – wie bisher – an Privatpersonen vermietet werden, erklärt Petters. Der Gemmrigheimer Albverein, der in der Behausung bislang seine Waldweihnacht gefeiert hat, weicht Ende des Jahres – unabhängig von dem aktuellen Vorhaben – bereits auf die Jägerhütte aus. Dies hat eine Nachfrage ergeben.

Liegen Betriebserlaubnis des Kommunalverbands für Jugend und Soziales Baden-Württemberg, Genehmigungen von Forst- und Brandschutzbehörde sowie die Zustimmung des Waldeigentümers und eine Vereinbarung mit dem örtlich zuständigen Gesundheitsamt vor, was das Reinigen der Hände und die Beseitigung von Fäkalien anbelangt, könne der Naturkindergarten zeitnah an den Start gehen. Zwei Erzieherinnen, die entsprechend qualifiziert sind, seien wohl schon in der engeren Auswahl, gibt Petters bekannt. Das Gremium stimmt geschlossen der Beantragung der Betriebserlaubnis und der Baugenehmigung sowie der Schaffung der Personalstellen zu.

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