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Tierrechtsorganisation schreibt an Landrat Dietmar Allgaier
Peta fordert Verbot von Pferdekutschen nach Unfall in Markgröningen

Ein schwerer Unfall hat sich am Sonntag mit einer Kutsche ereignet.
Ein schwerer Unfall hat sich am Sonntag mit einer Kutsche ereignet. Foto: KS-Images.de / Andreas Rometsch
Die Tierrechtsorganisation reagiert auf schweren Unfall: Pferd schwer verletzt, Peta warnt vor Risiken für Mensch und Tier.

Markgröningen. Ein schwerer Unfall mit einer Pferdekutsche in Markgröningen hat am Sonntag für Aufsehen gesorgt. Gegen 12.30 Uhr war die Kutscherin in der Schlossgasse aus bislang ungeklärter Ursache aus dem Gefährt gestürzt. Die Pferde liefen weiter und prallten gegen ein Auto. Dabei wurde eines der Tiere schwer verletzt, die Kutscherin erlitt leichte Verletzungen.

Die Tierrechtsorganisation Peta hat nun Landrat Dietmar Allgaier aufgefordert, Pferdekutschen im Landkreis Ludwigsburg zu verbieten. „Pferde sind Fluchttiere. Schon kleine Reize können schwere Unfälle auslösen“, erklärte Peter Höffken von PETA. Die einzige Lösung zum Schutz von Mensch und Tier sei ein Verbot von Kutschfahrten.

Dutzende Unfälle pro Jahr

Nach Angaben von Peta gab es 2024 deutschlandweit 38 Kutschunfälle mit mindestens 65 verletzten Menschen. Vier Pferde starben, 17 weitere wurden verletzt. Die Hauptursache: erschreckte Tiere. 2010 hatte Rothenburg ob der Tauber nach einem schweren Unfall bereits ein Kutschverbot im Innenstadtbereich erlassen.

Peta betont zudem, dass eine tiergerechte Haltung von Pferden bei Kutschbetrieben oft nicht gewährleistet sei. Die Organisation setzt sich generell gegen die Nutzung von Tieren zu Unterhaltungszwecken ein.