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Neubau „Tor zur Literatur“
Schillergesellschaft startet Architektenwettbewerb für Forschungsarchiv auf der Marbacher Schillerhöhe

Das Forschungsarchiv soll unter dem Titel „Tor zur Literatur“ am Standort de heutigen Hallenbades auf der Schillerhöhe gebaut werden. Archiv: Wolschendorf
Das Forschungsarchiv soll unter dem Titel „Tor zur Literatur“ am Standort de heutigen Hallenbades auf der Schillerhöhe gebaut werden (Archiv) Foto: Holm Wolschendorf
Die Deutsche Schillergesellschaft, Trägerverein des Deutschen Literaturarchivs Marbachs, lobt einen nicht offenen Architektenwettbewerb für den geplanten Neubau eines Forschungsarchivs in Marbach aus.

Marbach. Unter dem Titel „Tor zur Literatur“ soll der Literaturcampus des Deutschen Literaturarchivs (DLA) – bestehend aus Schiller-Nationalmuseum (1903), Archivgebäude (1972) samt Erweiterungsbau (1995), Literaturmuseum der Moderne (2006) und Collegienhaus (1993) – auf der Schillerhöhe um ein Forschungsarchiv erweitert werden. Gegenstand des Realisierungswettbewerbs ist die Bauwerks- und Freiraumplanung für den Neubau (Grundstücksfläche etwa 11.000 Quadratmeter).

Die Projekte Neubau und Sanierung der DLA-Archivbauten werden mit jeweils 73 Millionen Euro von Bund und Land gefördert, heißt es in einer Mitteilung der Schillergesellschaft.

Neubau-Eröffnung 2032

Die Ergebnisse des Wettbewerbs sollen im März 2026 im Deutschen Literaturarchiv präsentiert werden. Die Eröffnung des Neubaus ist im Jahr 2032 geplant.

Mit dem Verfahren eines Realisierungswettbewerbs soll laut DLA die beste architektonische und wirtschaftliche sowie städtebauliche und freiräumliche Planung für die Hochbaumaßnahme gefunden werden. Ziel sei ein in Bau und Betrieb optimiertes Gebäude, das in der architektonischen und funktionalen Umsetzung der Programmflächen und der Wirtschaftlichkeit den Anforderungen der Auftraggeberin gerecht werde und dabei anspruchsvolle Vorgaben zum energieeffizienten und nachhaltigen Bauen berücksichtige.

Europaweiter Realisierungswettbewerb mit 20 Teilnehmern

Das Stuttgarter Büro „Architektur 109. Arnold/Fentzloff/Otterbach PartGmbB“‚ leitet das nicht offene Wettbewerbsverfahren als europaweiten Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem, qualifiziertem Bewerbungs- und Auswahlverfahren mit 20 finalen Teilnehmern und einem Verhandlungsverfahren.

Der Neubau „Tor zur Literatur“ wird am Standort des heutigen Hermann-Zanker-Hallenbads, Schillerhöhe 19, errichtet und ergänzt das Gebäude-Ensemble des DLA als zentrales Gelenk im grünen Bogen vom Marbacher Schulzentrum bis zum Neckar. Der Neubau soll sich als architektonisch bedeutsames, nachhaltiges, möglichst klimaoptimiertes Bauwerk präsentieren, so die Schillergesellschaft. In dem neuen Kulturbau sind Forschungsarchiv, Magazine, Digitalisierungs-, Konferenz- und Veranstaltungsräumlichkeiten sowie Büros unterzubringen. Als digitales Zentrum ermöglicht das neue Gebäude Forschungsgästen die Arbeit mit digitalen Originalen in einem modernen Rahmen.

Literaturpark auf der Schillerhöhe

Das Forschungsarchiv ergänzt den Campus des Deutschen Literaturarchivs Marbach und den Literaturpark auf der Schillerhöhe, der im Zuge der Gartenschau der Stadt Marbach und der Gemeinde Benningen im Jahr 2033 entstehen soll. Der Literaturpark soll in den separat folgenden Planungswettbewerb für die Gartenschau von Marbach und Benningen integriert werden. (red)