Logo

Sportereignis

Seit Sommer laufen die Vorbereitungen

Der Bietigheimer Silvesterlauf findet in diesem Jahr zum 37. Mal statt – Das Wetter ist ausschlaggebend für die Teilnehmerzahl – 2200 Anmeldungen

350_0900_17978_COKRCOKRSilvesterlauf_Krieger.jpg
Bald sind die Läufe wieder unterwegs durch die Bietigheimer Altstadt.Archivfoto: Oliver Bürkle

Bietigheim-Bissingen. Eigentlich ist das größte Sportereignis in der Stadt ein Selbstläufer. Die Strecke ist über die Jahre fast gleich geblieben. Bei den Organisatoren sitzt fast jeder Handgriff, schließlich gibt es den Silvesterlauf bereits seit 37 Jahren. Und doch ist es immer wieder etwas Besonderes, eine solche Veranstaltung zu organisieren – trotz aller Routine.

Wenn das Wetter mitmacht werden an Silvester, wenn um 14 Uhr der Startschuss fällt, unter dem Viadukt und in der Bietigheimer Altstadt rund 15 000 Zuschauer erwartet. Die besondere Stimmung und die Fachwerkkulisse machen den Silvesterlauf aus. Viele Läufer sind in Kostümen unterwegs und das wird von den Schaulustigen mit lautem Getrommel und Trompetenklängen honoriert.

Doch es sind nicht nur Freizeitsportler auf der rund elf Kilometer langen Strecke unterwegs. Für viele deutsche Top-Athleten ist der Bietigheimer Silvesterlauf ein fester Termin im Kalender. Und das obwohl hier keine großen Preisgelder gezahlt werden, für die Sieger gibt es jeweils 350 Euro Prämie. Einige Deutsche Meister und WM-Teilnehmer sind auch diesmal wieder am Start.

„Wir haben hier eben eine ganz besondere Atmosphäre. Das Bad in der Menge, wenn es durch die Altstadt geht, das sind auch die Profis nicht gewohnt. Daher halte sie uns die Treue“, sagt Pressesprecher Dieter Matzat. Und was für die deutschen Spitzenläufer gelte, treffe natürlich auch für die Amateure zu.

Der Bietigheimer Silvesterlauf ist das größte Sportereignis dieser Art in Süddeutschland. Die Strecke beginnt am Viadukt, geht an der Enz entlang, über das freie Feld und dann durch die Altstadt. Aktuell haben sich 2200 Läufer angemeldet, am Ende werden es wohl wieder zwischen 3000 und 4000 Athleten auf der Piste sein. Über die Nachfrage bei den Sportler müssen sich die Organisatoren keine Sorgen machen. Ganz anders sieht es bei den ehreamtlichen Helfer aus. „Manche sind schon seit Jahrzehnten dabei und jetzt auch in die Jahre gekommen. Das betrifft unser Organisationsteam und die Leute draußen an der Strecke. Daher müssen wir immer schauen, dass genügend Leute mithelfen“, so Matzat.

Idealerweise könne bei der Organisation ein Mitarbeiter langsam an die Aufgaben herangeführt werden. Entlang der Strecke ist jedoch jede helfende Hand gefragt. Im vergangenen Jahr waren rund 320 Ehrenamtliche beim Silvesterlauf eingesetzt. Matzat: „Wer einmal mitgeholfen hat, der bleibt meist dabei. Den lassen wir so schnell nicht mehr ziehen. Das ist doch klar, bei der großen Anzahl an benötigten Helfern.“ Er selbst war 15 Mal in Bietigheim am Start und arbeitet seit Jahren in der Organisation mit.

Der Lauf selbst ist eine gute Möglichkeit, für die Sportstadt Bietigheim-Bissingen, Werbung zu machen. Also wird die Veranstaltung kommunal unterstützt. Die Halle am Viadukt steht für die Läufer zur Verfügung und der Bauhof sorgt für die notwendigen Absperrungen. Und sollte es einmal rutschig sein, dann hilft die Stadt mit, die Strecke von Eis und Schnee zu befreien. Denn gestartet wird bei fast jedem Wetter. Auch eisige Temperaturen oder Schneeregen haben die Läufer bisher nicht gestoppt. Nur einmal war es so vereist, dass aus Sicherheitsgründen das Rennen fast abgesagt werden musste.

Bereits am Tag vor dem Start und direkt beim Silvesterlauftag findet die Läufermesse in der Sporthalle am Viadukt statt. Hier können Kurzentschlossene, die die Wetterbedingungen abwarten möchten, nachmelden. In dieser Zeit können auch die Unterlagen abgeholt werden.