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Gewaltsamer Tod von Tabitha aus Asperg
Soko „Berg“ ermittelt weiter mit Hochdruck, aber der Tatverdächtige schweigt

Zu Beginn des Asperger Stadtfests wurde mit einer Schweigeminute der gewaltsam getöteten Tabitha gedacht. Foto: Andreas Essig
Zu Beginn des Asperger Stadtfests wurde mit einer Schweigeminute der gewaltsam getöteten Tabitha gedacht. Foto: Andreas Essig
„Wir haben keine weiteren Erkenntnisse, die wir veröffentlichen könnten.“ So beschreibt das Polizeipräsidium Ludwigsburg den Ermittlungsstand im Fall der gewaltsam getöteten Tabitha E. aus Asperg. Die Soko „Berg“ arbeite weiterhin unter Hochdruck an der Aufklärung des Verbrechens.

Der Tatverdächtige – ein 35-jähriger Mann aus Syrien – schweige weiter zu den Vorwürfen, sagte ein Polizeisprecher am Freitag: „Wir können leider nichts Neues bekanntgeben.“ Er bestätigte, dass das bundesweite Interesse an dem Gewaltverbrechen gegen die 17-jährige Aspergerin nachlasse – wohl auch, weil die Polizei mit keinen Neuigkeiten aufwarten kann.

Weiter rechte Hetze gegen Bürgermeister Eiberger

Dagegen hält die Hetze von Rechtsextremisten gegen den Asperger Bürgermeister Christian Eiberger weiter an. Eiberger hatte beim Stadtfest am Sonntag ein Kreuz für Tabitha um einige Meter versetzen lassen, weil es der Bühne im Wege war. Die rechtsextreme Identitäre Bewegung (IB), die das Kreuz aufgestellt hatte, hatte darauf offenbar nur gewartet und startete unverzüglich eine Online-Kampagne – ein für die IB exemplarisches Vorgehen. Der Staatsschutz behalte die Entwicklung genau im Auge, so der Polizeisprecher.