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Gelände soll verkauft werden
Vaihinger Ärztehaus: Die Mieter haben noch Hoffnung

Die Mieter des Vaisana Ärztehauses bekräftigten beim Informationsaustausch mit Oberbürgermeister Uwe Skrzypek-Muth (rechts) und dem neuen Geschäftsführer der Vaihinger Stadtbau, Anselm Laube: „Wir möchten am Standort bleiben und sehen in der Stadt ei
Die Mieter des Vaisana Ärztehauses bekräftigten beim Informationsaustausch mit Oberbürgermeister Uwe Skrzypek-Muth (rechts) und dem neuen Geschäftsführer der Vaihinger Stadtbau, Anselm Laube: „Wir möchten am Standort bleiben und sehen in der Stadt einen verlässlichen Partner.“ Foto: Stadt Vaingen
Viele der Mieter im Vaihinger Ärztehaus Vaisana wollen bleiben. Und hoffen, dass sich die Stadt und die Kliniken-Holding über den Verkauf rasch einig werden.

Vaihingen. Die Mieterinnen und Mieter des Vaisana Ärztehauses möchten ihre Praxen und Einrichtungen am Standort Andreaestraße erhalten. In einem Gespräch mit Oberbürgermeister Uwe Skrzypek-Muth und dem Geschäftsführer der Vaihinger Stadtbau GmbH, Anselm Laube, machten sie unisono deutlich: „Wir wollen bleiben und sehen in der Stadt Vaihingen einen verlässlichen Partner!“

Allerdings brauche es schnell Klarheit, um den weiteren Weg mit der Vaihinger Stadtbau GmbH als neuer Eigentümerin des Gebäudes zu beschreiten. Die Regionale Kliniken Holding (RKH), der das Gelände des früheren Krankenhauses gehört, will das Areal verkaufen, was vor allem unter den Mietern im Ärztehaus für große Unruhe sorgt.

Ziel des Austauschs war einer Pressemitteilung der Stadt Vaihingen zufolge zum einen die Vorstellung von Anselm Laube. Gemeinsam mit dem bisherigen Stadtbau-Geschäftsführer Detlef Fischer soll der ehemalige Geschäftsführer der Ludwigsburger Energieagentur künftig für die Gebäudewirtschaft des Areals verantwortlich zeichnen. „Dazu möchten wir zuallererst die Wünsche und Ziele der Mieterschaft abfragen“, erklärte Laube bei dem Treffen.

Große Verunsicherung in der Belegschaft

Gekommen waren zwölf Inhaber von Praxen und Einrichtungen des Ärztehauses. Sie vertreten einen Großteil der rund 125 Beschäftigten und beklagen eine große Verunsicherung der Belegschaft. Alle Mieterinnen und Mieter bekräftigten, gerne am Standort weitermachen zu wollen. Dieser sei lukrativ und attraktiv und verfüge über eine gute Auslastung.

Dr. Ulrich Sapper, der gemeinsam mit vier Ärzten eine Praxis betreibt, unterstrich: „Das letzte Wort über einen Wegzug ist bei uns nicht gesprochen!“ Wenn die Stadt schnell Mietverträge anbieten könne, sehe man keine zwingende Notwendigkeit für einen Umzug.

Schneller Verhandlungserfolg gewünscht

Die Besitzerin der Schloss-Apotheke, Alexie Messirek, ergänzte: „Wenn die Ärzte hierbleiben, lohnt sich der Erhalt des Standortes und eine erhebliche Investition in neue Geräte.“

Alle Mieterinnen und Mieter wünschen sich einen schnellen Verhandlungserfolg zwischen der Stadt Vaihingen und den RKH-Kliniken als bisheriger Eigentümerin des Areals. Und damit Klarheit über die neuen Besitzverhältnisse. Individuelle Mietverträge – angepasst an die jeweiligen Bedürfnisse – sind das größte Ziel der Vertreter, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Sobald das von Stadt und RKH beauftragte Wertermittlungsgutachten ausgewertet ist, soll über den Kaufpreis für das Areal diskutiert werden. Die Stadt Vaihingen besitzt die Vorkaufsrechte. Letztendlich entscheidet der Vaihinger Gemeinderat über einen Kauf und ein Nutzungskonzept für das gesamte Areal. Am 9. März will die RKH das Thema Vaisana in einer Aufsichtsratssitzung erörtern.

Ideen zur Nachnutzung des Areals

Derweil hat Anselm Laube bereits viele Ideen zur Beseitigung der Leerstände und zur möglichen Nachnutzung des gesamten Areals. So könnte noch in diesem Jahr der Umzug der Dialysepraxis Miemietz von der Vaihinger Innenstadt in den leer stehenden Gebäudekomplex angestrebt werden. Auch Wohnheime für Auszubildende der Vaihinger Sozialstation wären denkbar. (red)