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Aktion des Gustav-Adolf-Werks
Von Markgröningen nach Serbien: Hilfstransport von Pflegebetten

Fabian Sautter, Pflegecontrolling und Digitalisierung (links) beim Beladen der Pflegebetten zusammen mit Ulrich Hirsch (Mitte) und einer weiteren Mitarbeiterin der RKH Kliniken.
Fabian Sautter, Pflegecontrolling und Digitalisierung (links) beim Beladen der Pflegebetten zusammen mit Ulrich Hirsch (Mitte) und einer weiteren Mitarbeiterin der RKH Kliniken. Foto: Kurt Rapp/GAW
Ein Truck aus Slowenien bringt sechs Pflegebetten aus Markgröningen in ein serbisches Krankenhaus – organisiert vom Gustav-Adolf-Werk.

Kreis Ludwigsburg. Vor dem Weihnachtsfest wurde ein slowenischer Truck aus Murska Sobota mit sechs hochwertigen Pflegebetten in Markgröningen beladen. Auf Anfrage der slowenischen Partnerkirche des württembergischen Gustav-Adolf-Werkes (GAW) um Pflegebetten für eine Großklinik im benachbarten Serbien stellte die RKH Orthopädische Klinik Markgröningen erstmals sechs voll funktionsfähige Pflegebetten zur Verfügung.

Beim Verladen der sechs Pflegebetten in Markgröningen für die Klinik in Serbien.
Beim Verladen der sechs Pflegebetten in Markgröningen für die Klinik in Serbien. Foto: Kurt Rapp/GAW

Klinik spendet voll funktionsfähige Pflegebetten

Die intensiven Kontakte des GAW zur kleinen Partnerkirche in Slowenien hatten laut Pressemitteilung in diesem Jahr schon mehrfach zu Hilfstransporten von Büromöbeln aus Stuttgart, aber auch Pflegebetten aus Beilstein nach Slowenien geführt. Leon Novak, Bischof der lutherischen Minderheitskirche, wandte sich Anfang Oktober an den Sachsenheimer Diakon Ulrich Hirsch. Als ehrenamtlicher Projektleiter der GAW-Hilfstransporte sagte dieser zu, wenn möglich zu helfen. Das Angebot der Markgröninger Klinik Mitte Oktober kam da gerade recht.

GAW übernimmt Transportkosten

Durch Vermittlung des GAW und dem in Sachen Hilfstransporte – vor allem in die Ukraine - inzwischen sehr erfahrenen Sachsenheimer Diakon fanden Spender und Empfänger schnell zueinander. Den glücklichen Umstand, dass eine slowenische Firma aus dem Übermurgebiet /Nordost-Slowenien regelmäßig Industriewaren nach Deutschland bringt, aber oft leer zurückfährt, wusste Ulrich Hirsch zu nutzen. Nach Abklärung aller Details wurden wenige Tage vor dem 4. Advent in Markgröningen sechs Pflegebetten im Wert von je etwa 700 Euro – quasi als „Weihnachtsgeschenk“ - auf den 40 Tonner geladen.

Bei der Übergabe der Pflegebetten an GAW-Projektleiter Ulrich Hirsch (links) und GAW-Mitarbeiter Josef Sprünger freuen sich der ärztliche Direktor Prof. Dr. Max Härle(rechts) und der Pflegedirektor Bernhard Klink.
Bei der Übergabe der Pflegebetten an GAW-Projektleiter Ulrich Hirsch (links) und GAW-Mitarbeiter Josef Sprünger freuen sich der ärztliche Direktor Prof. Dr. Max Härle(rechts) und der Pflegedirektor Bernhard Klink. Foto: Rita Casolla/RKH

Ergänzend hierzu wurden aus der Spende einer Stuttgarter Firma im GAW-Depot Vaihingen-Aurich etwa 40 Bürotische geladen. Die Kosten des Transportes ins 1320 Kilometer entfernte Valjevo/Serbien über die slowenische Zwischenstation in Murska Sobota in Höhe von etwa 2.500 Euro übernimmt das GAW.

100 Kilometer von Belgrad entfernt

Valjevo mit etwa 59.000 Einwohnern liegt etwa 100 Kilometer südwestlich der serbischen Hauptstadt Belgrad. Das Krankenhaus der Stadt beschäftigt 1.574 Mitarbeiter, davon 305 Ärzte, sieben Apotheker sowie 883 Pflegekräfte und Techniker. Das Krankenhaus verfügt über 652 Betten und 35 Neugeborenen-Betten. Die durchschnittliche Krankenhausaufenthaltsdauer beträgt 7,5 Tage.

Zeichen der Solidarität über Grenzen hinweg

Mit diesem Hilfstransport, so Projektleiter Hirsch, werde einmal mehr in diesen so konfliktbeladenen Zeiten ein völkerübergreifendes Friedenszeichen gesetzt, um Menschen jenseits von Sprach- und Nationalitäten-Grenzen Pflege und Leben zu erleichtern. Außerdem ist diese Aktion ein besonderes Zeichen von Solidarität zwischen Deutschen, Slowenen und Serben, unabhängig von ihrer Konfession, Sprache, Nationalität und Volkszugehörigkeit in und außerhalb der Grenzen der Europäischen Union. (red)