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Unterwegs
Waldmaus Wusel zeigt ihre Welt im Besigheimer Hardtwald

Hier spielt die Musik: Katharina Obermeier und Tim Weidmann an der Xylofon-Station. Fotos: Holm Wolschendorf
Hier spielt die Musik: Katharina Obermeier und Tim Weidmann an der Xylofon-Station. Fotos: Holm Wolschendorf
Auch tierischer Weitsprung ist ein Thema. Fotos: Holm Wolschendorf
Auch tierischer Weitsprung ist ein Thema. Fotos: Holm Wolschendorf
Im Wald gibt es viel zu entdecken. Wie gut, wenn man jemanden zur Seite hat, der sich bestens auskennt: Wusel, die Waldmaus ist von Gründonnerstag an im Besigheimer Hardtwald, um nicht nur Familien auf einem Erlebnispfad lehrreiche Abwechslung zu bieten.

Besigheim. Als wegen Corona das öffentliche Leben nahezu still stand, hat auch das Waldpädagogikteam des zum Landratsamt gehörenden Fachbereichs Wald die Auswirkungen zu spüren bekommen: „Auch uns sind die Veranstaltungen weggebrochen“, sagt Waldpädagogin Katharina Obermeier, als sie mit ihrem Kollegen Tim Weidmann durch den Besigheimer Hardtwald läuft. Not macht bekanntermaßen erfinderisch. Und so entstand der Erlebnispfad „Wusel Waldmaus“, bei dem es spielerisch viel über den Wald und seine Bewohner zu lernen gibt. Für den Fachbereich ist der Rundweg eine Möglichkeit, dem Bildungsauftrag trotz Pandemie gerecht zu werden. Speziell für Familien hingegen ist die Wusel-Tour eine dankbare Abwechslung.

Konzept kommt gut an

Denn Langeweile dürfte wohl nicht aufkommen, wenn Wusel Waldmaus dazu auffordert, sich im Weitsprung mit Frosch und Eichhörnchen zu messen. Oder wenn an einem holzigen Xylofon das Lied „Kuckuck, Kuckuck ruft’s aus dem Wald“ nachgespielt werden soll. Vor allem Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren sollen an den zwölf Stationen auf ihre Kosten kommen. Dass das Konzept funktioniert, wurde seit dem letzten Frühjahr bereits in Bönnigheim, Vaihingen, Großbottwar und Hohenhaslach deutlich, wo Wusel jeweils für einige Wochen den Wald erklärte. „Da waren je mehr als 1000 Leute, in Hohenhaslach waren es sogar deutlich mehr“, sagt Obermeier. Wie viele es in Besigheim sein werden, die die 1,5 Kilometer lange Runde absolvieren, bleibt abzuwarten. Von Gründonnerstag an können Familien und Interessierte dort auf Entdeckungstour gehen, etwa fünf Wochen wird der Erlebnispfad aufgebaut sein.

Stationen auf Gegebenheiten vor Ort abgestimmt

Generell gibt es 15, 16 Stationen, nicht alle sind im Hardtwald zu erleben. Denn die Aktionen werden auf den jeweiligen Wald und seine Gegebenheiten abgestimmt. „Viele Stationen werden auch abgewandelt“, sagt Tim Weidmann, der nach seinem Forstwirtschaftsstudium derzeit ein Trainee absolviert. Er möchte den Pfad zudem weiterentwickeln und hat bereits einige Ideen – „die sind aber noch in der Entwicklungswerkstatt“, verraten werden sie also nicht. Getestet wird in Besigheim die Waldmobile-Station, bei der die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Aber auch beim Wettrennen, Zielwerfen oder Mikado ist für Abwechslung gesorgt. Auf kleinen Schautafeln stehen kindgerechte Erläuterungen. Auch wenn immer mal wieder Kleinigkeiten repariert werden müssten, so habe es bislang keinen Vandalismus gegeben, sagt Obermeier. Theo Wöhr, Revierförster im Kirbachtal, hatte bei den bisherigen Erlebnispfaden zweimal in der Woche kontrolliert.

Info: Die Stationen des Wusel-Erlebnispfads sind im Hardtwald verteilt. Sie sind sowohl von den Parkplätzen an der Kreisstraße nach Kleiningersheim, als auch vom Startpunkt des Trimm-dich-Pfads zu finden.