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Geplante Landeserstaufnahmestelle
CDU im Kreis Ludwigsburg lehnt den Standort Schanzacker ab

Seit Bekanntwerden der Pläne, auf dem Schanzacker eine Landeserstaufnahmestelle zu errichten, regt sich Protest in der Bürgerschaft. Archivfoto: Ramona Theiss
Seit Bekanntwerden der Pläne, auf dem Schanzacker eine Landeserstaufnahmestelle zu errichten, regt sich Protest in der Bürgerschaft. Archivfoto: Ramona Theiss
Der CDU-Kreisverband erteilt der Landeserstaufnahmestelle in Ludwigsburg eine klare Absage. Besondere Sorgen macht man sich in Bezug auf die Sicherheit sowie die Situation im Asperger Freibad und im Breuningerland.

Ludwigsburg. Die CDU-Landtagsabgeordneten Tobias Vogt und Konrad Epple haben eine klare Position: „Der Standort Schanzacker ist zurecht in der Kritik und wir halten ihn für ungeeignet. Die Erschließung und der Bau wären sehr teuer, die Fläche befindet sich im Grünzug des Regionalplans. Die Ängste und Sorgen in Bezug auf die Sicherheit, das Asperger Freibad, das nahe Breuningerland und Auswirkungen auf das Zusammenleben in Tamm und Asperg sind berechtigt und wiegen in der notwendigen Gesamtabwägung schwer“, heißt es in einer Pressemitteilung, die der Kreisverband der CDU jetzt verschickt hat.

Das sagen CDU-Bundestagsabgeordnete

Die Bundestagabgeordneten Fabian Gramling und Steffen Bilger, sowie der Europaabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende Rainer Wieland werden in der Mitteilung ebenfalls deutlich: „Die Maxime der Bundesregierung, die Flüchtlingssituation vor Ort zu ignorieren und zu bestreiten, ist gescheitert. Der Kanzler ist in der Pflicht und muss endlich konsequent handeln. Ein Weiter so darf es unter keinen Umständen geben.“ Von der Bundesregierung, vor allem von den Grünen und der SPD, wird ein Umdenken gefordert.

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Das kritisiert der CDU-Kreisverband

Ein zentraler Kritikpunkt des CDU-Kreisverbandes Ludwigsburg ist die ungleiche Verteilung von Lasten. Die Region Stuttgart und insbesondere der Landkreis Ludwigsburg gehörten schon jetzt zu den am dichtesten besiedelten Räumen im ganzen Land, weshalb Flächen für Naherholung, Wohnungsbau und Gewerbeentwicklung ohnehin schon rar seien. „Gerade auf dem Schanzacker nun wertvolles Land für den Bau einer Landeserstaufnahmeeinrichtung in einem regionalen Grünzug versiegeln zu wollen, wo ein Gewerbegebiet aus diesen Gründen abgelehnt wurde, ist für uns in keinerlei Weise nachvollziehbar“, so Elke Kreiser, stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende und Regionalrätin.

So sieht es mit der Naherholung aus

Ein großer Kritikpunkt betrifft den Umweltschutz und die Naherholung. Das Gebiet Schanzacker diene als Naherholungsgebiet und beherbergt eines der letzten großen Streuobstwiesen-Areale im Landkreis Ludwigsburg. Die ohnehin an der Belastungsgrenze liegenden Hauptverkehrsstraßen und die damit verbundene Lärmbelastung in den Anrainerstädten würden für eine zusätzliche Mehrbelastung für die Menschen vor Ort sorgen.

Die Bürger äußerten darüber hinaus berechtigte Sorgen und Ängste, insbesondere bezüglich möglicher sozialer Brennpunkte und der Sicherheit in unmittelbarer Nähe zu Wohngebieten und wichtigen Einrichtungen wie den Bahnhöfen in Asperg und Tamm sowie dem Asperger Freibad. Der CDU-Kreisverband Ludwigsburg nehme die Sicherheitsbedenken der Bürger sehr ernst und betone ausdrücklich, dass die CDU auch hier fest an der Seite der Bevölkerung stehe. (red)