1. Startseite
  2. Lokales
  3. Stadt Ludwigsburg
Logo

Schwächung des Wirtschaftsstandorts
Diskussion um Grundsteuer in Ludwigsburg: Haus & Grund fürchtet Anstieg der Wohnkosten

In Ludwigsburg wird über eine Erhöhung der Grundsteuer diskutiert.
In Ludwigsburg wird über eine Erhöhung der Grundsteuer diskutiert. Foto: picture alliance/dpa
In die von Oberbürgermeister Matthias Knecht angestoßene Diskussion um eine Erhöhung der Grundsteuer meldet sich nun Haus & Grund zu Wort.

Ludwigsburg. Michael Hofstetter, Vorsitzender von Haus & Grund Region Ludwigsburg, äußert sich in einer Pressemitteilung: „Die Eigentümerinnen und Eigentümer sind erneut verärgert. Das Wohnen darf sich nicht noch weiter durch Steuererhöhungen verteuern, in der Folge auch für Mieterinnen und Mieter. Die Grundsteuer stellt ohnehin mittlerweile schon eine erhebliche finanzielle Belastung dar.“ Außerdem würde eine rückwirkende Erhöhung das Vertrauen in kommunale Entscheidungen infrage stellen. „Wir brauchen verlässliche kommunale Rahmenbedingungen, umso dringender in Zeiten des Wohnraummangels“, so Hofstetter weiter.

„Wir anerkennen, dass sich die Stadt Ludwigsburg bisher im Wesentlichen an das Versprechen im Zuge der Grundsteuerreform der Aufkommensneutralität gehalten hat“, sagt Hofstetter. Jedoch ist in vielen Kommunen in Baden-Württemberg eine Belastungsverschiebung zwischen Gewerbe und Wohnen eingetreten, die das Wohnen einseitig verteuert hat.

Es bestünden Möglichkeiten, mit denen kurzfristig und ohne umfangreiche Neuerhebung Abhilfe geschaffen werden könne, so Haus & Grund. Eine Erhöhung des bisherigen 30-Prozent-Abschlags bei Wohnnutzung auf 40 bis 50 Prozent oder unterschiedliche Hebesätze für Wohn- und Nichtwohn-Grundstücke wären solche Ansätze. „Andere Bundesländer haben also bereits gezeigt, dass Korrekturen am Modell politisch und rechtlich möglich sind. Nun ist Baden-Württemberg am Zug“, so Hofstetter. (red)