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Freiwilligenjahr

Ein Gewinn für beide Seiten

Sieben junge Menschen erhalten Zertifikat für Freiwilligendienst in Kultureinrichtungen der Stadt

Sinem Topcu, Franka Nagel, Paul Eichert, Marie Schallegger, Niklas Lehmann, Evelyn Markstädter und Sabrina Lambor (von links nach rechts) haben ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beziehungsweise ihren Bundesfreiwilligendienst (BFD) erfolgreich been
Sinem Topcu, Franka Nagel, Paul Eichert, Marie Schallegger, Niklas Lehmann, Evelyn Markstädter und Sabrina Lambor (von links nach rechts) haben ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beziehungsweise ihren Bundesfreiwilligendienst (BFD) erfolgreich beendet. Foto: Holm Wolschendorf

Ein Jahr voller spannender Eindrücke und lehrreichen Ereignissen liegt hinter sieben jungen Menschen, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beziehungsweise ihren Bundesfreiwilligendienst (BFD) in den verschiedensten Kultureinrichtungen in Ludwigsburg geleistet haben. Sinem Topcu (FSJ Kunstzentrum Karlskaserne), Franka Nagel (FSJ Kunstschule Labyrinth), Paul Eichert (FSJ Ludwigsburg Museum), Marie Schallegger (BFD MIK), Niklas Lehmann (FSJ Jugendmusikschule), Evelyn Markstädter (FSJ Stadtarchiv) und Sabrina Lambor (FSJ ADK) wurden nun von Jochen Raithel, Leiter des Kunstzentrums Karlskaserne und stellvertretender Leiter des Fachbereichs Kunst und Kultur, und Fabienne Störzinger, Programmleitung der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (LKJ), im Kunstzentrum mit Zertifikaten ausgestattet und verabschiedet.

Projekte mit unterschiedlichen Ansätzen

„Für alle ist es ein bewegendes und abwechslungsreiches Jahr gewesen“, sagte Jochen Raithel bei seiner Ansprache. Die jungen Freiwilligen seien „Juwelen für besondere Aufgaben“ gewesen. Das FSJ Kultur sei sowohl ein Gewinn für die Freiwilligen als auch für die Einrichtungen. Das machten auch die eigenständig erarbeiteten Projekte der Freiwilligen deutlich, die sie während der Zertifikatsverleihung vorstellten.

Paul Eichert, der sein FSJ im Ludwigsburg Museum absolvierte, begeisterte mit einer Rap-Performance über die Ludwigsburger Stadtgeschichte. Seine Verse waren auch bei sogenannten „Rap-Touren“ durch die Dauerausstellungen zu hören. „Die Drehtage für die Videos waren Highlight meines FSJs“, sagte er. Für Marie Schallegger, die ihr FSJ im MIK absolvierte, war eine eigens konzipierte Stadtrallye mit Quizelementen für Kinder „das größte Projekt“.

Sinem Topcu und Franka Nagel, die ihr Freiwilligenjahr im Kunstzentrum beziehungsweise in der Kunstschule Labyrinth verbrachten, konzentrierten sich während ihres Freiwilligenjahres auf die sozialen Medien. „Social Media ist unser Herzensprojekt“, sagten beide. Durch die Arbeit der jungen Frauen erhielten die Kunstschule und das Kunstzentrum Instagram- und Youtube-Accounts, die auch weiterhin regelmäßig bespielt werden sollen.

Gemeinsam stellten Niklas Lehmann, der sein Freiwilligenjahr bei der Jugendmusikschule absolvierte, und Sabrina Lambor, die an der Akademie für Darstellende Kunst tätig war, ihr Projekt vor, welches sie ihr Freiwilligenjahr über begleiteten. „Am Anfang stand die Idee eines Mottokonzertes mit dem Thema Filmmusik“, sagte Niklas Lehmann. „Wir haben dann ein Konzept für einen Musicalworkshop erarbeitet“, ergänzte Sabrina Lambor. Das Ziel sei gewesen, eine Schauspiel- und eine Orchestergruppe gemeinsam arbeiten zu lassen. Durch verschiedene Flyer und Plakate wurde das geplante Projekt beworben. „Am Ende fehlten uns aber die Teilnehmer und wir mussten das Projekt abbrechen“, so Lehmann. „Trotzdem haben wir aber sehr viel mitgenommen und sind stolz auf uns“, sagte Lambor.

Corona spielt auch im FSJ eine Rolle

Evelyn Markstädter absolvierte ihr Freiwilliges Soziales Jahr im Stadtarchiv. „Das Stadtarchiv hat viel mehr zu bieten, als nur Aktenberge“, sagt sie. Während ihres Freiwilligenjahres erarbeitete sie für Frauen für Frauen Ludwigsburg eine digitale Ausstellung mit dem Titel „Ludwigsburg aus Frauenperspektive“.

„Das Jahr hat sich von den sonstigen Freiwilligenjahren unterschieden“, sagte Fabienne Störzinger von der LKJ im Hinblick auf die Coronakrise und die damit verbundenen Einschränkungen. „Wir haben vieles getan und entwickelt, damit es trotzdem euer FSJ-Kulturjahr werden konnte.“

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