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Karlskaserne

Ein Traumkissen und viele Veranstaltungen

25 Jahre Kunstzentrum: Im Jubiläumsjahr 2020 gibt es neben dem regulären Programm besondere Ausstellungen, Konzerte und Projekte

Kunst, Musik und Theater: Drei wichtige Themen im Kunstzentrum Karlskaserne – auch im neuen Jahr. Foto: H. Wolschendorf, A. Becker, O. Bürkle
Kunst, Musik und Theater: Drei wichtige Themen im Kunstzentrum Karlskaserne – auch im neuen Jahr. Foto: H. Wolschendorf, A. Becker, O. Bürkle
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Das 25-jährige Bestehen des Kunstzentrums Karlskaserne im kommenden Jahr wird unter dem Motto „Träume Gestalten Räume“ mit verschiedenen Veranstaltungen gefeiert. „Wir wollen zurückschauen, den Blick aber auch in die Zukunft richten“, beschreibt Jochen Raithel, Leiter des Kunstzentrums Karlskaserne, den Anspruch des Programms, das die dort ansässigen Institutionen gemeinsam entwickelt haben.

Trotz der Unterschiedlichkeit der einzelnen Angebote und Projekte wird es mit dem fünf mal fünf Meter großen Traumkissen eine feste Größe und ein Erkennungsmerkmal geben. „Das Kissen wird bei allen Veranstaltungen zu sehen sein, ob auf dem Hof oder der Bühne, es wird beleuchtet und sogar choreographisch bearbeitet“, so Raithel.

Den Auftakt für das Jubiläumsprogramm gestaltet der Zirkus Karlovsky vom 20. bis zum 24. März. Der Name lässt erahnen, dass die als „artistische Traumreise“ angekündigten Aufführungen von den im Kunstzentrum verorteten Gruppen gestaltet wird. Die Mitglieder des Oststadtzirkus gestalten die gemeinsame Auftaktveranstaltung mit den Akteuren der Tanz- und Theaterwerkstatt und anderen Gruppen. Amateure gehören ebenso wie Profis dazu, so Raithel.

Bei „Kulturen der Welt“ am 27. und 28. März soll die ganze Opulenz globaler Ausdrucksformen von Musik und Tanz auf die Bühne gebracht werden. Zum Schauplatz sollen auch Orte außerhalb der Karlskaserne werden. Geplant sind außerdem Workshops und eine offene Bühne für die ganze Familie.

Mit einem Kunstfest und einer Hip-Hop-Show am Nachmittag sollen am 10. Mai die von 160 Kindern gestalteten Großskulpturen eingeweiht werden. Wie bereits berichtet, sollen die Holzquader, die bis vor einigen Wochen auf der Sternkreuzung aufgestellt waren, während der Osterferien von Grundschulkindern in Workshops gemeinsam mit Künstlern gestaltet werden.

Das Ergebnis des Musicalprojekts der Jugendmusikschule mit Grundschulkindern im Rahmen von „Kultur macht stark“ wird am 26. Juni zu sehen. Das Musical „Rotasia“ wird an diesem Tag gleich zweimal aufgeführt.

Zu einem Klang- und Seherlebnis verspricht das Event zu werden, das vom 25. bis zum 27. September stattfindet. Drei Tage lang wird es sich unter dem Titel „Ich höre die Härchen in meinem Ohr tanzen“ um Musik und Tanz, Klang und Bewegung drehen. „Das ist ein ambitioniertes Projekt“, so Jochen Raithel. Und das ist wohl nicht nur deshalb der Fall, weil bei diesem Projekt junge und ältere Menschen zusammenarbeiten.

Um „Kunst und Inklusion“ dreht es sich bei dem Festival für Theater, Musik, Tanz und Bildende Kunst vom 1. bis zum 4. Oktober. Hier wird der Bogen zu „Theater Inklusiv“, dem inklusiven Generationen-Theaterensemble, geschlagen, das im nächsten Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiern kann. Das ganze Jahr über sind junge Menschen dazu eingeladen, sich mit der Frage zu beschäftigen, was Kunst und Kultur für sie bedeuten. Mit „Traumgestalt Zukunft“ sind diese Forschungslabore zu Kunst und Kultur überschrieben. Die Abschlusspräsentation ist für den November 2020 geplant.

Neben diesen großen Veranstaltungen sind auch kleinere Veranstaltungen geplant, zum Beispiel eine Fotoausstellung. Das Jubiläumsprogramm ist ein Plus zu den regulären Angeboten im Kunstzentrum Karlskaserne.

Das Kunstzentrum Karlskaserne beherbergt fast ein Dutzend Kunst- und Kulturinstitutionen. Im reizvollen historischen Gelände der ehemaligen Kaserne befinden sich Werkstätten für Bildende Kunst, Tanz, Theater und Musik, mit einer Mischung aus Klassik und Avantgarde sowie eine große und eine kleine Bühne und ein Freigelände. Hier ist Raum für Kurse, Workshops und Kindertheaterproduktionen der Kunstschule Labyrinth, die Gastspiele der Jungen Bühne, die Kurse und Produktionen der Tanz- und Theaterwerkstatt, die Unterrichtsräume und Konzerte der Jugendmusikschule und anderer Musikvereine sowie die Werkstätten der Volkshochschule. Regelmäßig zu Gast sind die Musicals und Theaterprojekte von Kulturwelt, Veranstaltungen der Ludwigsburger Schlossfestspiele, das Open-Air-Kino von Kinokult sowie die Großproduktionen des Ludwigsburger Bürgertheaters und die stadtübergreifenden Musiktheaterprojekte.

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