Ludwigsburg. Anfang Juli verunglückte ein 64-jähriger Fahrradfahrer bei einem Zusammenstoß mit einem Auto in einer abschüssigen Kurve oberhalb des Neckars bei Poppenweiler so schwer, dass er wenige Tage danach verstarb.
Dieses traurige Ereignis war der Anlass, dass sich Angehörige, Freunde, Bekannte und Kollegen sowie Bürgermeisterin Andrea Schwarz und Mitglieder des Fahrradclubs trafen, um gemeinsam ein sichtbares Zeichen an der Unglücksstelle zu setzen. „Der Radfahrer starb bei einer Tätigkeit, die viele von uns lieben – dem Fahrradfahren“, so Bärbel Wasser vom ADFC in ihren Begrüßungsworten. Das weiße Fahrrad soll ein Gedenkort für den Verstorbenen sein, aber nicht nur das: Es soll auch an die Verletzlichkeit von Fahrradfahrern im Verkehr erinnern. Das Ghost-Bike fordere auf, nachzudenken, was sich ändern muss, damit niemand mehr auf dem Weg von A nach B sterben muss. Nicht zuletzt sei das weiße Fahrrad eine Form des Protests gegen das Vergessen und gegen das Hinnehmen, dass Fahrradfahrende im Verkehr sterben, so Bärbel Wasser.
„Ich danke der Radinitiative für ihr großes Engagement bei der Gestaltung dieses Gedenkortes sowie den Angehörigen für ihre Bereitschaft, an der Veranstaltung teilzunehmen. Als Stadt verfolgen wir weiterhin das Ziel, Gefahrenstellen im Stadtgebiet zu entschärfen und damit eine sichere Fortbewegung für alle Verkehrsteilnehmer zu ermöglichen“, betont Andrea Schwarz. (red)

