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Nahverkehr

Große VVS-Tarifreform weckt auch im Kreis Wünsche

Stuttgart/Ludwigsburg. Der Verkehrs- und Tarifverbund VVS will nächstes Jahr sein Tarifsystem grundlegend reformieren, um mehr Menschen zum Umsteigen vom Auto zu bewegen, und mit Blick auf drohende Fahrverbote. Künftig soll es an Stelle der heute 52 Tarifzonen nur noch fünf oder sechs Ringzonen geben, Stuttgart wäre eine davon. Fahrten etwa von Zuffenhausen zum Hauptbahnhof kosten dann statt zwei nur eine Zone, auch vom Kreis Ludwigsburg aus würde es eine Zone günstiger werden, profitieren sollen ebenso Nutzer von Tangentialverbindungen. Preise stehen aber noch nicht fest. Die Pläne nähren auch die Hoffnungen auf weitere Verbesserungen für einige Kreiskommunen.

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Ludwigsburg. Die Reform könnte die VVS-Gesellschafter jährlich 42 Millionen Euro kosten. Der VVS-Aufsichtsratschef und Stuttgarts OB Fritz Kuhn gibt sich zuversichtlich: „Ich habe den Eindruck, dass alle Partner an einem Strang ziehen.“ Er verhandelt nun mit Stadt, Land, Verband Region Stuttgart, den vier Landkreisen und den 40 Verkehrsunternehmen. Ziel sei, die Beschlüsse bis zur Sommerpause zu treffen, damit die Reform im Laufe des Jahres 2019 umgesetzt werden könne. Der Stuttgarter Gemeinderat hatte schon beschlossen, Geld bereitzustellen, gestern signalisierte auch das Land eine gewisse Bereitschaft.

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