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Konzert mit Akkordeon
Harmonika-Gemeinschaft Ludwigsburg begeistert mit einer SAGENhaften Nacht

Klanggewaltig: die Akkordeonorchester der HGL.
Klanggewaltig: die Akkordeonorchester der HGL. Foto: privat
Vier Orchester, ein zweifacher Weltmeister und eine artistische Einlage: Die Harmonika-Gemeinschaft Ludwigsburg begeisterte mit einem facettenreichen Konzert.
Zusammenfassung Neu

• Die Harmonika-Gemeinschaft Ludwigsburg begeisterte bei ihrem Jahreskonzert mit Musik von Klassik bis Rock.

• Akkordeon-Weltmeister Matthias Matzke glänzte als Solist.

• Artistische Einlagen und eine Ehrung für Dirigent Wolfgang Matt nach 40 Jahren rundeten den Abend ab.

Unsere Zusammenfassung wurde mit KI erstellt.

Ludwigsburg. Von zauberhaften Filmmelodien über klassische Meisterwerke bis hin zu Rock und elektronischen Beats: Bei ihrem Jahreskonzert unter dem Motto „SAGENhafte Nacht“ entführte die Harmonika-Gemeinschaft Ludwigsburg (HGL) das Publikum in der nahezu ausverkauften Reithalle des Kunstzentrums Karlskaserne auf eine musikalische Reise voller Überraschungen.

Vier Orchester bewiesen eindrucksvoll, wie vielseitig das Akkordeon klingen kann. Für besondere Glanzpunkte sorgte der zweifache Akkordeon-Weltmeister Matthias Matzke mit zwei Soloblöcken und einem gemeinsamen Auftritt mit dem 1. Orchester.

Passend zum Jahr des Akkordeons 2026 stand die ganze Bandbreite des Instruments im Mittelpunkt. Dass die HGL ihr Publikum immer wieder zu überraschen vermag, hob Vorstandssprecher Uwe Seyfang in seiner Begrüßung hervor. Das Ergebnis sei einmal mehr „sagenhaft“.

Den musikalischen Auftakt gestaltete das von Bettina Gregustobires geleitete Hobbyorchester, in dem Akkordeon- und Mundharmonikaspieler gemeinsam musizieren. Mit „Chappell‘s Melodien Cocktail“, arrangiert von Jörg Draeger, servierten die Musiker einen einzigartigen Mix verschiedener Stilrichtungen. Anschließend sorgte „Fields of Gold“ von Sting in der Bearbeitung von Hans-Günther Kölz für einen stimmungsvollen Kontrast und entfaltete seine warme, lebensfrohe Melodik.

Weltmeister am Akkordeon

Mit Spannung erwartete das Publikum danach Matthias Matzke. Der international ausgezeichnete Musiker, der bereits 36 nationale und internationale Auszeichnungen erspielt hat, darunter zwei erste Preise bei den Accordion World Championships, zeigte eindrucksvoll, welche Möglichkeiten in seinem Instrument stecken. Ein Ausschnitt aus einem Klavierkonzert von Joseph Haydn, die Musik aus „Harry Potter und der Stein der Weisen“, „Lord of the Dance“ und ein flotter Tango-Mambo-Rhythmus demonstrierten seine stilistische Vielseitigkeit und technische Brillanz. Schnell hatte der Solist die Herzen der Zuhörer erobert.

Wie mitreißend sich Klassik und Unterhaltungsmusik verbinden lassen, bewies das 3. Orchester unter der Leitung von Sigrid Oßwald. In „Celebration“, arrangiert von Sebastian Klein, traf Beethovens berühmte Fünfte Sinfonie auf den Discosound von Kool & the Gang. Danach führte die „Kleine ungarische Rhapsodie“ von Alfred Bösendorfer mit temperamentvollen Melodien und folkloristischen Klängen gedanklich in die ungarische Puszta.

Eine besondere Verbindung von Musik und Artistik bot „A Night like This“. Während Tango, Mambo, Jazz und moderner Pop den Rhythmus vorgaben, jonglierten Sanbang und Regina vom Ensemble Brimboritumult mit Bällen, Keulen und Tüchern.

Filmmusik mit dem Akkordeon

Nach der Pause präsentierte das 2. Orchester unter der Leitung von Wolfgang Matt mit der Filmmusik zu „Ben Hur“ von Miklós Rózsa, bearbeitet von Wolfgang Pfeffer, die dramatische Klangwelt des historischen Monumentalfilms.

Danach stand eine besondere Ehrung an: Wolfgang Matt wurde vom Deutschen Harmonika-Verband, vertreten durch Daniela Pfletschinger, und der HGL, vertreten durch Uwe Seyfang, für 40 Jahre Dirigiertätigkeit ausgezeichnet. Viel Zeit zum Durchatmen blieb dem Geehrten allerdings nicht: Mit der epischen Musik aus „Der Herr der Ringe“, ebenfalls arrangiert von Wolfgang Pfeffer, ging die Reise weiter in fantastische Welten, um Frodo und seine Gefährten auf ihrem sagenhaften Abenteuer zu begleiten.

Für seinen zweiten Soloblock kehrte Matthias Matzke gut gelaunt auf die Bühne zurück. Mit der Titelmusik aus „Fluch der Karibik“ weckte er Bilder von Piraten und Abenteuern. Ganz still wurde es anschließend bei seiner Interpretation der Fantasie „Am Brunnen vor dem Tore“.

Dramatisch wurde es anschließend mit dem 1. Orchester unter der Leitung von Ute Matt. „Dragon Fight“ von Otto M. Schwarz erzählt den sagenumwobenen Kampf eines Riesen gegen einen Drachen, den der Riese schließlich gewinnt. Gemeinsam präsentierten Matthias Matzke und das 1. Orchester „Over the Hills and Far Away“, die irische Rockballade des Gitarrenvirtuosen Gary Moore.