Ludwigsburg. Der Sommer zeigt sich derzeit von seiner heißen Seite. Wegen der anhaltenden Hitzewelle und weiterhin erwarteter Tagestemperaturen von mehr als 32 Grad hat der Landkreis Ludwigsburg die Hitzewarnstufe 1 bis Montag, 29. Juni, verlängert. Das teilt die Kreisbehörde mit.
Über die Alarmierungskette des kreisweiten Hitzeaktionsplans informiert das Gesundheitsamt die beteiligten Stellen darüber, dass die Warnstufe weiterhin gilt. Entsprechend wurden alle Kommunen sowie weitere relevante Akteure erneut alarmiert, teilt die Pressestelle des Landratsamts mit. Sie geben die Hitzewarnungen über ihre Verteiler an die jeweiligen Zielgruppen weiter. Dazu zählen unter anderem ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen, Schulen, Kindertagesstätten, der Kreisseniorenrat, Arztpraxen, Apotheken sowie der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS). Dort wird die Hitzewarnung über elektronische Anzeigetafeln verbreitet.
Warnmeldungen gehen raus
Die Warnmeldungen informieren über die erwartete Hitzebelastung, mögliche gesundheitliche Folgen und geeignete Schutzmaßnahmen. Zudem wird auf die Merkblätter und Maßnahmenpläne des Hitzeaktionsplans hingewiesen. Dieser enthält konkrete Handlungsempfehlungen und Informationsmaterialien für Einrichtungen und Bevölkerung. Ziel ist es, besonders gefährdete Menschen vor den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze zu schützen. Dazu zählen vor allem ältere Menschen, Pflegebedürftige, chronisch Kranke und Kinder.
Das zeigt die Cool-Map
Wer an heißen Tagen Abkühlung sucht, findet auf der landkreisweiten Cool-Map geeignete Aufenthaltsorte im gesamten Landkreis. Die interaktive Karte wird als Mitmachprojekt kontinuierlich erweitert. Bürgerinnen und Bürger können weitere kühle Orte ergänzen.
Der Hitzeaktionsplan, die Cool-Map sowie weitere Informationen zu den Themen Hitze und Gesundheit stehen im Internet unter:
www.landkreis-ludwigsburg.de/de/gesundheit-veterinaerwesen/gesundheit/hitzeschutz/
2024 Hitzeaktionsplan entwickelt
Der Landkreis Ludwigsburg hat im Frühjahr 2024 als erster Landkreis in Baden-Württemberg einen Hitzeaktionsplan entwickelt. „Wir haben bisher sehr gute Erfahrungen damit gemacht“, betont die Pressestelle der Kreisbehörde. „Die Einrichtungen, in denen besonders hitzeempfindliche Gruppen leben, wissen durch den Hitzeaktionsplan, was sie im Falle einer Alarmierung tun können.“
Auch Schulen und Kindertagesstätten hätten positiv auf das Konzept reagiert. Die Cool-Map werde ebenfalls gut angenommen. „Zuletzt waren dort mehr als 700 Cool-Spots im Landkreis verzeichnet – doppelt so viele wie noch vor einem Jahr.“
Merkblatt für Großveranstaltungen
Der Hitzeaktionsplan sei ein „lebendiges Projekt“, das kontinuierlich weiterentwickelt und, wenn möglich, ausgebaut werde. So habe der Landkreis den VVS als weiteren Partner gewinnen können. Zudem werde derzeit gemeinsam mit der Firma Lautmacher ein Merkblatt für Großveranstaltungen erarbeitet, das in Kürze veröffentlicht werden soll.




