Heidelberg. Nach chaotischen Szenen am Beckenrand und zeitweiser Schließungen am Wochenende will ein Heidelberger Freibad Sicherheitskräfte einsetzen. Diese sollen besonders an heißen Tagen und an Wochenenden am Eingang des Tiergartenbades sowie im Beckenbereich für Ordnung sorgen, sagte eine Sprecherin der zuständigen Stadtwerke Heidelberg. Zuvor hatte die «Rhein-Neckar-Zeitung» berichtet.
Am Freitag und Samstag habe es Gruppen mit 10 bis 30 Jugendlichen gegeben, «die am Becken ungewöhnlich unübersichtliche Situationen verursachten», wie die Sprecherin sagte. «Die Jugendlichen schubsten sich gegenseitig ins Wasser, jagten sich, rempelten dabei andere Badegäste an, sprangen von der Seite ins Becken und verursachten Lärm und Chaos im Beckenbereich.» Anweisungen des Bäder-Teams seien ignoriert worden. Mitarbeiter wurden demnach beschimpft.
Team entschloss sich, zeitweise das Bad zu schließen
Es habe den Einsatz des gesamten Personals benötigt, um die Situationen in den Griff zu bekommen und für die Sicherheit der anderen Badegäste zu sorgen, sagte die Sprecherin. Daher habe sich das Team entschlossen, das Bad jeweils vorübergehend zu schließen.
Künftig sollen die Mitarbeiter strikter vorgehen, wie die Sprecherin sagte. Demnach wird nun bei vergleichbaren Situationen die Polizei gerufen. Zudem werde jedes Übersteigen des Drehkreuzes am Eingang oder des Zaunes zur Anzeige gebracht, hieß es. Bei Missachtung von Regeln und Anweisungen würden Platzverweise und Hausverbote erteilt.
Seit Corona-Pandemie verhalten sich Gäste laut Bad anders
«Seit der Wiedereröffnung der Bäder nach den Corona-Schließungen hat sich das Verhalten in unseren Bädern verändert: Regeln werden zunehmend missachtet, den Anweisungen des Personals immer weniger Folge geleistet, Wartezeiten noch weniger als jemals zuvor akzeptiert», sagte die Sprecherin.
Entscheidend sei am Wochenende nicht die Anzahl der anwesenden Badegäste gewesen, sondern das Verhalten. So könnten an Spitzentagen bis zu 8.000 Menschen im Bad sein. Am Wochenende seien es am Freitag 3.000 gewesen und am Samstag 4.200.
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