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Jugendmusikschule
Jugendmusikschule hat sich erholt

Schülerzahlen und Kooperationen fast wieder auf dem Niveau von vor Corona

Ludwigsburg. Großes Lob – und letztendlich einen städtischen Zuschuss von rund 610000 Euro – holte sich die Jugendmusikschule mit ihrer Leiterin Christiane Schützer von den Stadträten ab. Unterstützt wird der Verein mit einem institutionellen Zuschuss – für etwa ein Drittel der Personalkosten – sowie für die Begabtenförderung (20000 Euro). Der Mietzuschuss für die Räume in der Karlskaserne ( immerhin rund 225000 Euro) wird intern verrechnet.

Soziale Teilhabe, Integration, Musikkultur und -erziehung oder einfach nur der Spaß am Instrument oder Singen – durch die Bank lobten die Stadträte die Jugendmusikschule, die 2021 sogar mit einem Überschuss von 27500 Euro abschloss.

Und das, obwohl sie mit Corona schwer gebeutelt wurde, natürlich auch mit Einnahmeausfällen. Es wurde versucht, den Unterricht digital weiterzuführen, aber mit der Coronapandemie 2020 verlor die Jugendmusikschule von 3300 Schülerbelegungen bis 2021 rund 1400, Jahreswochenstunden waren es 700 weniger. Erfolg gab es mit einem rein digitalen „Jugend musiziert“-Wettbewerb.

2021 war für die JMS jedoch durch die Corona-Einschränkungen geprägt. So wurden die Kooperationen über die Musikimpulse, Musikkindergarten oder mit Grundschulen und Kitas ab März 2020 ausgesetzt.

Mehr Kurse für Musikimpulse

Davon habe man sich aber weitgehend erholt, so Schützer, die sich trotzdem laut wünschte, dass mehr Kurse gefördert würden. Für das kommende Schuljahr sind 100 Kurse vorgesehen, nach 76 Kursen mit 1000 Kindern in der laufenden Saison. Erstmals habe das Geld für mehr Kurse nicht gereicht. So, schlussfolgerte Schützer, müsse der Förderrahmen für 125 Kurse reichen und Flexibilität versprechen.

Für den Etat wohltuend: Es gab einen Landescoronazuschuss von rund 38000 Euro. Für den Haushalt 2022 werde mit einem positiven Ergebnis geplant, und: Man „geht davon aus, dass im restlichen Jahr keine pandemiebedingten Einschränkungen mehr existieren“. Schon jetzt ist die Erholung sichtbar: Stand Mai wurden 3000 Kinder in 800 Jahreswochenstunden unterrichtet.

Noch mehr Lob gab es für die erfolgreichen Bemühungen, die Sparpolitik der Stadt auszugleichen. So war die Vergünstigung im Musikunterricht mit der Ludwigsburg Card von 60 auf 50 Prozent reduziert worden. Dies führte zu Problemen in der JMS, die hier einen Auftrag sieht. „Ein sozialverträglicher Zugang zum Musikschulunterricht ist vor dem Hintergrund der Coronapandemie zunehmend zur wichtigen Aufgabe geworden.“

So gelang es, mit Spenden des Freundeskreises, des Rotary-Clubs Alt-Württemberg und der Myliusstiftung das Loch zu stopfen. Das gehe nicht so weiter, so Schützer: Für 2023 solle die Sozialermäßigung wieder auf 60 Prozent hochgeschraubt werden.