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Junge Musiker mit Feuer, Esprit und Gefühl

Zwei zehnjährige Mädchen überzeugten mit erstaunlichen Leistungen, Astor Piazzollas Tango „Oblivion“ wurde im Trio zum intensiven Erlebnis. Das Preisträgerkonzert der Jugendmusikschule bewies, dass die Begabten- und Talentförderung Früchte trägt.

Die zehnjährige Maj Bommas an der Violine. Foto: Andreas Essig
Die zehnjährige Maj Bommas an der Violine. Foto: Andreas Essig

Beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ Anfang des Jahres hatten Schüler der Jugendmusikschule außerordentlich gut abgeschnitten. Fast alle der mehr als 30 Teilnehmer erzielten erste Preise und über 20 wurden zum ab Mittwoch in Schorndorf und Partnergemeinden sowie ab Freitag in Renningen stattfindenden Landeswettbewerb weitergeleitet.

Streicher im Mittelpunkt

Die Preisträger zeigten nun bei einem vom Freundeskreis der Jugendmusikschule organisierten Konzert, dass mit ihnen auch auf Landesebene zu rechnen ist. Streicherklänge bildeten den Schwerpunkt, und da ließen Maj Bommas und Thalia Obert, beide erst zehn Jahre alt, mit ihren Darbietungen aufhorchen. Maj Bommas hatte sich an das Präludium und Allegro im Barockstil des Komponisten Fritz Kreisler gewagt und mit Reife sowie Virtuosität begeistert.

Die ebenfalls erst zehnjährige Violinistin Thalia Obert bewies mit einem Ausschnitt aus einem Violinkonzert von Johann Sebastian Bach beachtliche Souveränität. Mit Feuer und Esprit überzeugte der junge Geiger Johannes Braun, der außerdem im Trio mit der ebenfalls herausragenden Cellistin Youyou-Julia Ruan und dem Pianisten Justin Hodorkovski das Stück „Oblivion“ des argentinischen Tango-Nuevo-Komponisten Astor Piazzolla mit ergreifender Gefühlstiefe darbot. Es war einer der Höhepunkte des Konzerts.

Emotional bis in tiefste Tonlage war auch die Solodarbietung des Cellisten Ken Hasler, während die Violinistin Nadia Wietrzynska den Glanz der Musik von Antonio Vivaldi gelungen einfing. Mit dem Präludium aus Johann Sebastian Bachs Cello-Suite überzeugte Zoe Münsberg, die Geigerin Lavinia Laukner interpretierte das Scherzo einer Brahms-Sonate mit Leidenschaft und Perfektion.

Impressionistische Akzente setzten Johanna Kalescheke (Violine), Jessamyn Heinle (Cello) und Dominique Lisanne Vierling (Klavier) mit einem Klaviertrio von Claude Debussy. Die beschwingte Eleganz des Komponisten Prinz Louis Ferdinand von Preußen zeigten Paula Hermenau (Violine), Anouk Krafft (Viola), Frieda Hermenau (Cello) und Carolin Dörfer (Klavier).

Schlagzeug und Jazz dabei

Einen Kontrast bildete Schlagzeuger Jonas Knör mit einer variantenreichen Suite, mit jazziger Note begeisterte Klarinettistin Elina Köhler, die mit Luisa Weyers am Klavier rhythmusverliebt zur Sache ging.

„Wir sind dem Freundeskreis sehr dankbar für die Unterstützung“, sagte die Leiterin der Jugendmusikschule, Christiane Schützer. Das Konzert im Orchestersaal, dessen Ausstattung der Freundeskreis finanziert hatte, sah sie als Beleg für engagierte Arbeit. „Die Kinder sind mit vollem Herzen dabei.“ Kleine Präsente erhielten alle jungen Künstler sowie deren Lehrer von der Vorsitzenden des Freundeskreises, Dr. Edith Klünder.

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