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Küchengespräche zur Landtagswahl
Kampagne will wissen, was Menschen in Ludwigsburg umtreibt

So sieht der Gesprächraum aus, mit dem die Landeszentrale durch Baden-Württemberg tour.
So sieht der Gesprächraum aus, mit dem die Landeszentrale durch Baden-Württemberg tour. Foto: LpB/p
Das Marstall-Center verwandelt sich Ende Januar in eine Bühne für alle, die was zu sagen haben. Die Kampagne „Politik auf 13 m²“ macht hier Station.

Ludwigsburg. Am 8. März ist Landtagswahl, und viele Menschen haben keinen Raum, sich darüber zu äußern, wie es ihnen wirklich geht, worüber sie sich Sorgen machen und was sie brauchen. Dafür wird vom 26. bis 31. Januar ein Ort geschaffen. Dreizehn Quadratmeterm, das ist der Durchschnittswert einer deutschen Küche. Inmitten des Einkaufszentrums lädt ein begehbarer Raum Passantinnen und Passanten dazu ein, bei einer Tasse Kaffee ins Gespräch zu kommen. Veranstalter ist die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg.

Das ist geplant

„Wir wollen einen Ort schaffen, an dem Menschen sich so sicher und gehört fühlen wie am eigenen Küchentisch.“, sagt Sarah Köhler, Initiatorin der Kampagne. Für die Woche in Ludwigsburg ist ein buntes Programm geplant. „Wir versuchen, mit Leuten über spielerische Impulse ins Gespräch zu kommen, zuzuhören, Sorgen und Anliegen ernst zu nehmen und wollen nebenher auf die Landtagswahl aufmerksam machen“, sagt Thomas Franke, Leiter der Landeszentrale Ludwigsburg. Die Landeszentrale wird sich in der Woche dreimal an der Kampagne beteiligen. Vor Ort wirken auch viele andere Akteure mit. Dazu gehören unter anderem die Stadt, die evangelische und katholische Kirche, die Evangelische Hochschule, der Hockeyclub Ludwigsburg und die Polizei Ludwigsburg. Geplant sind Standzeiten von Mo bis Samstag, heißt es in einer Pressemitteilung.

Fragekarten werden ausgewertet

„Es gibt keine Podiumsrunde und keine Reden, sondern Zuhören und Mitreden auf Augenhöhe und Fragekarten, die man allein oder im Gespräch ausfüllen kann“, heißt es weiter. Eine Auswertung der Karten und Übermittlung an Entscheidungsträger in der Region soll zusammen mit der Landeszentrale erfolgen.

Ein Drittel der Gesellschaft fühlt sich laut Mitteilung sozial isoliert und nimmt kaum am Gemeinschaftsleben teil. Genau diese oft „unsichtbaren“ Bürger möchte die Kampagne sichtbar machen und ihre Bedürfnisse vor der Wahl zur Sprache bringen. (red)