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Rund 200 Zuhörer
Ludwigsburg zeigt bei Kundgebung Solidarität mit Menschen im Iran

Kundgebung auf dem Ludwigsburger Rathaushof.
Kundgebung auf dem Ludwigsburger Rathaushof. Foto: Holm Wolschendorf
Auf dem Ludwigsburger Rathaushof hat am Freitagabend eine Kundgebung unter dem Motto „Wir schauen hin“ stattgefunden.

Ludwigsburg. Bei den Protesten im Iran sollen mittlerweile bis zu 12.000 Menschen getötet sowie zahlreiche Demonstranten verletzt und verhaftet worden sein. Veranstalter war der Verein „Frauen für Frauen“ mit deren Leiterin, der Iranerin und Grünen-Stadträtin Arezoo Shoaleh.

Vor rund 200 Zuhörern, die sich zum Teil weinend in den Armen lagen, sprach sie über die Hoffnung, die die Iraner trotz der Gräueltaten auf einen Umsturz des Mullah-Regimes haben. In ihrer emotionalen Rede drückte sie Hoffnung aus, dass die Proteste im Iran diesmal zum Sturz der islamistischen Diktatur führen werde. "Wir werden bald hier auf dem Rathausplatz die Befreiung der Menschen im Iran mit euch feiern", so Shoaleh. Die Menschen hätten nichts mehr zu verlieren. Auch Oberbürgermeister Matthias Knecht wandte sich an die Zuhörer. „Ich wache jeden Morgen in der Hoffnung auf, dass es ein militärisches Eingreifen der USA gibt“, so das Stadtoberhaupt. Es reiche nicht mehr aus, dem iranischen Volk seine Solidarität auszusprechen. „Es muss jetzt militärisch gehandelt werden, um das Regime zum Sturz zu bringen“, forderte Knecht, die USA und die Europäer auf, dem die Proteste der vor allem jungen Menschen im Iran ein Herzensanliegen ist. 

Neben Citypfarrer der evangelischen Kirche, Martin Wendte, gehörte auch Mahshid Abedi zu den Rednern. Ihre auf Persisch vorgetragene Rede gipfelte darin, dass sie ein Foto des Ayatollah Ali Chamenei verbrannte und sich daran eine Zigarette anzündete - das Symbol vor allem der protestierenden Frauen im Iran. (ja/stew)