Ludwigsburg. Seit Mitte April ist mit der Unterquerung der Bahngleise in der August-Bebel-Straße eine wichtige Verbindung zwischen Eglosheim und dem Ludwigsburger Stadtzentrum gesperrt. Dies bedeutet auch, dass die Buslinien 425 und 426 derzeit südlich der Bahngleise an einer Ersatzhaltestelle in der Kurfürstenstraße enden und nördlich der Gleise in Eglosheim ein Ersatzbus (Linie 435) verkehrt.
„Leider hat sich gezeigt, dass der mit Verkehrsexperten abgestimmte Ersatzverkehr zwischen 6 und 20 Uhr an Werktagen nicht ausreichend ist. Wir haben umgehend reagiert und verlängern das Zeitfenster ab Montag, 4. Mai, von 4.30 Uhr morgens bis 1.30 Uhr in der Nacht“, erläutert SWLB-Geschäftsführer Christian Schneider in einer Pressemitteilung. An Sonn- und Feiertagen fährt der von den Stadtwerken finanzierte Pendelbus von 6 Uhr morgens bis 1 Uhr in der Nacht. Vom 4. Mai an entsprechen die Zeiten des Pendelbusses also denen des üblichen Fahrplans der Linien 425 und 426.
Das sagt Bürgermeister Sebastian Mannl
„Wir nehmen die Verbesserungswünsche, die uns aus der Bevölkerung und aus verschiedenen Gremien in Bezug auf die Pendelbusse erreicht haben, sehr ernst“, ergänzt Bürgermeister Sebastian Mannl. „Selbstverständlich soll sich der Stadtteil Eglosheim durch die notwendigen Bauarbeiten nicht abgeschnitten fühlen. Als Stadt Ludwigsburg sind wir den Stadtwerken sehr dankbar, dass sie so schnell reagieren und den Ersatzverkehr mit den Bussen sogar noch ausbauen. Eine rechtliche Verpflichtung für eine solche Maßnahme besteht nämlich nicht.“
Darum wird hier gebaut
„Es ist uns völlig klar, dass sich kurzfristig niemand über Baustellen freut – aber dennoch sind sie langfristig unverzichtbar“, erklärt Christian Schneider weiter. Eine funktionierende Infrastruktur sei unerlässlich und bedürfe der vorausschauenden Instandhaltung. Im konkreten Fall geht es darum, dass die Deutsche Bahn ab Sommer die marode Brücke über der August-Bebel-Straße sanieren muss, was die SWLB aktuell vorbereitet: Durch die späteren Arbeiten der Bahn besteht die Gefahr, dass die in die Jahre gekommenen Gas- und Wasserleitungen vor Ort Schaden nehmen. Ihre vorherige Erneuerung ist daher mit Blick auf die Versorgungssicherheit unbedingt notwendig.
„Dass eine Maßnahme dieser Größenordnung nicht ohne Einschränkungen über die Bühne gehen kann, liegt in der Natur der Sache. Allerdings bemühen wir uns in enger Abstimmung mit der Stadt und der Deutschen Bahn, Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten und Problemen schnell gegenzusteuern. Ich hoffe, dass die Ausweitung des Ersatzverkehrs die unbequeme Situation vor Ort entschärft“, appelliert Schneider an das Verständnis der Stadtgesellschaft. (red)




