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Einspruch eingelegt
Neckarweihinger wollen wegen Rathaus-Schließung vor Gericht gehen

Um das Neckarweihinger Rathaus ist ein heftiger Streit entbrannt.
Um das Neckarweihinger Rathaus ist ein heftiger Streit entbrannt. Foto: Holm Wolschendorf (Archiv)
Der Bürgerverein Neckarweihingen hat jetzt Einspruch gegen die von der Ludwigsburger Stadtverwaltung beschlossene Schließung des Rathauses eingelegt.

Ludwigsburg. Seit Oktober ist das Bürgerbüro im Neckarweihinger Rathaus geschlossen. Gegen diese Sparmaßnahme hatte es im Stadtteil von Beginn an heftigen Protest gegeben. Nun müdet dieser in der Anstrengung eines gerichtlichen Verfahrens.

„Auf Beschluss des Vorstandes und Beirats“ habe der Bürgerverein „auf gerichtlichem Weg seinen Einspruch eingelegt“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Wir berufen uns dabei auf den gültigen Eingemeindungsvertrag, der das Bürgerbüro im Stadtteil ausdrücklich garantiert. Ein Fachanwalt für kommunales Verwaltungsrecht vertritt den Bürgerverein vor Gericht und kümmert sich um alle juristischen Belange“, erläutern Roland Schmierer und Claudia Böhm, Vorsitzende des Bürgervereins.

Der Vorstand des Bürgervereins ruft jetzt auch alle Ludwigsburger Bürger, besonders der Stadtteile Poppenweiler und Neckarweihingen, dazu auf, den Verein „bei seinem Kampf für den Erhalt der Bürgerbüros finanziell zu unterstützen“. Die Rechtsanwalts- und Gerichtskosten, die dabei entstünden, seien nicht unerheblich.

Der Bürgerverein spricht sich auch ausdrücklich gegen einen Verkauf des Rathauses an einen Investor aus. „Solange der Verbleib des Bürgerbüros im Stadtteil nicht juristisch geklärt ist, verbieten sich solche Überlegungen ohnehin“, so Schmierer und Böhm. In dem denkmalgeschützten Gebäude befinden sich derzeit noch der Jugendtreff, die ehrenamtlich geführte Stadtteilbücherei sowie Vereinsräume. (red)