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Preisträger von Jugend musiziert geben Konzert

Ein Musikinstrument spielen ist das eine. Es ist aber etwas anderes, mit der Musik emotional tief zu berühren. Dass sie beides beherrschen, bewiesen Preisträger der Jugendmusikschule Ludwigsburg bei einem vom Freundeskreis veranstalteten Konzert in der Karlskaserne.

Eleonore Hänsch (Violine), Lucy Siebenlist (Violine), Paula Muschalle (Cello) und Felix Hauss (Klavier) beim Preisträgerkonzert. Foto: Holm Wolschendorf
Eleonore Hänsch (Violine), Lucy Siebenlist (Violine), Paula Muschalle (Cello) und Felix Hauss (Klavier) beim Preisträgerkonzert. Foto: Holm Wolschendorf

Wie die Leiterin der Jugendmusikschule Christiane Schützer freudig vermeldete, wurden beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ 30 erste Preise erzielt, darunter 25 mit der höchsten Punktzahl. Das freute auch die Vorsitzende des Freundeskreises Edith Klünder, die die Jugendmusikschule als „sichere Bank“ bezeichnete. Denn Unterricht fand in den letzten beiden Pandemiejahren dank Online-Angeboten ohne Unterbrechung statt. Und das zahlte sich aus. Die jungen Instrumentalisten vom Grundschulalter bis zum Abiturjahrgang zeigten bei den in zwei Sälen stattfindenden Konzerten denn auch beachtliche Leistungen, die vom Freundeskreis mit Ludwigsburg-Gutscheinen honoriert wurden.

Die Besucher bekamen eine breite Palette klassischer Klänge sowie gekonnte Interpretationen zeitgenössischer Musik serviert. Die beiden Konzerte wurden dabei jeweils mit Klavierquintett beziehungsweise -quartett umrahmt, bei denen die jungen Instrumentalisten alle Register zogen. Eleonore Hänsch (Violine), Lucy Siebenlist (Viola) und Paula Muschalle (Cello) überzeugten mit zwei vom Klavier begleiteten Quartetten von Ludwig van Beethoven sowie Gabriel Fauré. Das geschah rasant und ausdrucksvoll umgesetzt aber auch atmosphärisch dicht intoniert. Das Klavierquintett mit den Preisträgern Johannes Braun und Nadia Wietrzynska (Violine), Maj Bommas (Viola), Julia Youyou Ruan (Cello) und Justin David Rossin Hodorkovski (Klavier) begeisterte mit einem furiosen Allegro aus Antonín Dvoráks Klavierquintett A-Dur und dem feurigen Presto des Klavierquintetts Nr.1 der polnischen Komponistin Grazyna Bacewicz. Johannes Braun an der Violine begeisterte außerdem bei zwei am Klavier begleiteten Stücken mit erstaunlicher Variationsbreite und viel Tiefgang. Julia Youyou Ruan bewies am Cello ebenfalls herausragende Soloqualitäten. Viel Applaus gab es außerdem für die jungen Violinistinnen Emma Bollacher, Lina Guthier und Marit Luise Krauter mit vom Klavier begleiteten Kompositionen von Tanz bis Fantasie. Paul Guthier bewies, dass seine Violine nicht nur für strahlende Vivaldi-Klänge taugt, sondern auch durchaus die Fähigkeiten eines „Roadrunners“ wiedergibt. Das geschah temporeich und mit modernem Sound. Der Frühling aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“, den Thalia Obert mit der Violine virtuos umsetzte, passte perfekt zu diesem sonnigen Nachmittag. Der besondere Charakter der tiefen Streicher wurde bei den Darbietungen der jungen Cellisten Giovanna Antonia Fadenberger, Clara Schwind, Emil Guthier und Zoe Münsberg herausgearbeitet. Hervorragende Leistungen zeigten außerdem Karolin Haufe und Lovis Roser am Klavier. Tragikomisch und faszinierend: Der Trauermarsch einer Marionette, dargeboten von Daniel Kallenberger am Fagott.

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