Ludwigsburg. Die energetische Sanierung ihrer Immobilie ist für viele Eigentümer ein belastender Kraftakt – organisatorisch, finanziell und nervlich. Dabei will die Stadt Ludwigsburg nach eigenen Angaben helfen und setzt nun mit dem sogenannten „Sanierungssprint“ auf ein erprobtes Format: Das bündelt die Sanierung eines Gebäudes in einem klar planbaren Zeitraum von exakt 22 Werktagen. Zum Auftakt hilft die Stadt jetzt dabei mit einem finanziellen Zuschuss für die Koordination der Arbeiten.
Ausgewählte Projekte der Sanierung im Schnellformat können mit bis zu 25.000 Euro unterstützt werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Förderung richtet sich an Eigentümer von privat genutzten Wohngebäuden in Ludwigsburg und wird zu 90 Prozent durch den Wettbewerb für Vorreiterkommunen des Landes Baden-Württemberg finanziert.
Vorreiter gesucht
Dafür sucht die Stadt Interessierte in Ludwigsburg, die eine energetische Sanierung oder größere Umbaumaßnahme im Jahr 2026 planen und dazu bereit sind, ihre Erfahrungen im Rahmen der städtischen Kommunikation zu teilen.
„Viele Ludwigsburgerinnen und Ludwigsburger denken darüber nach, ihr Haus fit für die nächsten Jahre zu machen, aber zögern, so ein großes Projekt anzugehen. Deshalb haben wir den Sanierungssprint nach Ludwigsburg geholt. Die Förderung von bis zu 25.000 Euro soll ein klares Signal sein: Sanierung lohnt sich – und wir unterstützen auf diesem Weg“, wird Oberbürgermeister Matthias Knecht in der Mitteilung zitiert.
Um zu zeigen, dass energetische Sanierungen gut machbar sind, will die Stadt die Förderprojekte kommunikativ begleiten. Die Förderung ist daran geknüpft, dass der Sanierungssprint in den Medien gezeigt wird. Dafür kommen verschiedene Formate infrage: etwa eine Fotoreihe, ein Erfahrungsbericht oder eine filmische Begleitung.
In diesen Städten gibt es das schon
Der Sanierungssprint ist bereits in Städten wie Stuttgart und Esslingen erfolgreich im Einsatz, in diesem Jahr erstmals auch als Angebot in Ludwigsburg. Herzstück ist ein detaillierter Bauplan, der alle beteiligten Gewerke zeitlich aufeinander abstimmt. Dabei werden zentrale energetische Maßnahmen an Gebäudehülle, Heizung oder Fenstern so gebündelt, dass sie in 22 Werktagen abgeschlossen werden können. Auch zusätzliche Modernisierungen in Bad und Küche oder Maßnahmen zur Barrierefreiheit können in den Bauplan integriert und parallel umgesetzt werden. (red)
