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Ungewöhnlicher Geburtstag am Wasser

Der Wetteradar zwang die Party in die Schwimmhalle. Zu unsicher war die Prognose am Freitagnachmittag. Die beiden Institutionen Stadionbad und Jugendmusikschule feierten ihren 50. Geburtstag eben drinnen.

Das gab es noch nie: Die Big Band der Jugendmusikschule spielt direkt am Beckenrand im Stadionbad zur ersten After-School-Beach-Party. Foto: Benjamin Stollenberg
Das gab es noch nie: Die Big Band der Jugendmusikschule spielt direkt am Beckenrand im Stadionbad zur ersten After-School-Beach-Party. Foto: Benjamin Stollenberg

So viele freie Parkplätze sind um diese Uhrzeit normalerweise eine Rarität um den Berliner Platz in der Ludwigsburger Oststadt. Das lag daran, dass der reguläre Badebetrieb schon um 15.30 Uhr eingestellt worden war. Bis auf die Saunalandschaft. Das Badeteam um Leiterin Kerstin Fuchs, mit vier Schwimmmeistern und fünf weiteren Helfern bereitete sich auf die erste „After School Beach Party“ vor.

Etwa 20 Schwimminseln, darunter Flamingos und Einhörner, Ananas und Melonen wurden aufgeblasen und zu Wasser gelassen. Palmen aus Kunststoff säumten den Beckenrand. Auf der Liegewiese waren nagelneue Sonnenschirme aufgespannt, die 100-Meter-Rutsche und Außenbecken mit Sprudeldüsen und Strömungskanal waren für Schüler reserviert. So auch die komplette Anlage des Stadionbads, bis auf die Saunalandschaft. Wassereis gab’s oben wie unten gratis.

Zum Badespaß spielten Los Bigbanderos unter der Leitung von Andreas Bader auf der wohl ungewöhnlichsten Bühne in der 50-jährigen Geschichte der Jugendmusikschule: Direkt am Schwimmbecken neben dem Drei-Meter-Sprungbrett. 19 junge Musiker zwischen 13 und 19 Jahren sorgten für den Rhythmus zu Beinschlag und Armzügen, zu Plantschen und Spritzen. Swing, Pop, Latin und Bigband-Klassikern. Schnell ist an dem ungewöhnlichen Ort zu hören: Die Akustik der Schwimmhalle ist sensationell. Verstärker sind unnötig. „Haltet den Kopf über Wasser, damit ihr uns hört“, fordert der Dirigent das Publikum auf. Anfangs tröpfelten die Badegäste allerdings ins Stadionbad. Ein Dutzend waren es zum Start um 17 Uhr nur. 90 Minuten später waren es dann doch deutlich mehr, ist Ute Werner vom Veranstaltungsmanagement der Stadtwerke letztlich zufrieden mit dem Besuch. „Es tummeln sich 137 große und kleine Menschen mit zunehmender Begeisterung im und ums Wasser. Und nach einem Gewitter trafen auch noch einige Nachzügler ein. Klasse!“, berichtet sie.

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