Logo

ENergiehelden

Wo kann Energie gespart werden?

Berater gibt Tipps zum Energieverbrauch der Teilnehmer am städtischen Wettbewerb „Ludwigsburg (ba)rockt“

Sven Roth von der Ludwigsburger Energieagentur (rechts) und René Kucher schauen sich die Wärmepumpe im Keller der Familie an. Foto: Oliver Bürkle
Sven Roth von der Ludwigsburger Energieagentur (rechts) und René Kucher schauen sich die Wärmepumpe im Keller der Familie an. Foto: Oliver Bürkle

Das Wasserbett in ihrem Schlafzimmer, darauf wollen René und Yvonne Kucher auf keinen Fall verzichten. Obwohl sie wissen, dass es einiges an Strom frisst. Sie machen mit ihren beiden Söhnen beim mehrmonatigen Wettbewerb „Ludwigsburg (ba)rockt“ der Stadt Ludwigsburg mit. Dabei treten zehn Haushalte gegeneinander an, um zu ermitteln, wer den kleinsten ökologischen Fußabdruck hat. „Für einen Vier-Personen-Haushalt ist Ihr Stromverbrauch aber trotz Wasserbett okay“, sagt Sven Roth von der Ludwigsburger Energieagentur (LEA). Nach dem ersten Coaching für die Energiehelden vor kurzem, finden nun Energiechecks in den Haushalten statt. Bei diesen betrachtet Sven Roth die Strom-, Wasser- und Heizkosten, schaut sich im Haus um und gibt Tipps, wo Energie gespart werden kann.

Bei Familie Kucher wird der Strom über eine Wärmepumpe erzeugt, eine thermische Solaranlage sorgt für Warmwasser. „Das ist schon mal sehr gut“, so Roth. Der Kühl- und der Gefrierschrank müssten jedoch nicht ganz so kalt eingestellt sein. Statt vier Grad im Kühlschrank reichten auch sieben, im Gefrierschrank müssten keine -24 Grad herrschen, es genügten -18.

Sven Roth lässt sich erzählen, wie Familie Kucher spült, wäscht, lüftet und welche elektronischen Geräte wie lange genutzt werden. Aus all den Informationen fertigt er einen Bericht an, der den angehenden Energiehelden Tipps geben soll. Glühbirnen hat die Familie aus Poppenweiler bereits zum größten Teil ersetzt. Nur der Bewegungsmelder vor der Haustüre wird noch mit dem Stromfresser Glühbirne betrieben. „Da würden sich LED lohnen“, sagt Roth. Denn wenn Katzen vorbeilaufen, gehe das Licht sicherlich mehrmals in der Nacht an.

Auch nach den Schwachstellen im Haus fragt Sven Roth. Denn manchmal würden schon kleine Tricks helfen. „Im Treppenhaus ist es immer kalt“, sagt Yvonne Kucher. Dass es im Treppenhaus kalt ist, sei ganz normal, wenn es dort keine Heizung gebe, so Sven Roth. Damit die kalte Luft nicht in die Wohnung zieht, könnte eine Türrolle als Zugluftstopper helfen. Im Wohnzimmer ist es dank Holzofen schön warm. Dennoch fühlt Yvonne Kucher ab und zu kühle Luftzüge. Sie vermutet, dass die Terrassentür undicht ist. Die Tür öffnet Familie Kucher kaum, da der Abstand zwischen Wohnzimmer und Garten zu hoch ist. „Es kann sein, dass der Dichtungsgummi zusammengedrückt ist, weil die Tür immer geschlossen ist“, so Roth. Ein neuer Gummi könnte Abhilfe schaffen.

Nach dem Besuch von Sven Roth möchte Familie Kucher mit dem mitgebrachten Strommessgerät testen, welche Geräte auch im Standby-Modus Strom verbrauchen. Außerdem gibt der Energieberater den Tipp, im Keller die Leitungen zur Wärmepumpe zu isolieren. „Der Kellerraum muss ja wirklich nicht geheizt werden“, gibt René Kucher ihm recht.

Autor: