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Langjähriger Olymp-Geschäftsführer
Unternehmer Eberhard Bezner ist gestorben

Eberhard Bezner.
Eberhard Bezner. Foto: Werner Kuhnle
Der langjährige frühere Geschäftsführer des Unternehmens Olymp aus Bietigheim-Bissingen, Eberhard Bezner, ist verstorben.
Zusammenfassung Neu

• Eberhard Bezner, der frühere Geschäftsführer der Firma Olymp, ist gestorben.

• Bezner erkannte früh die Veränderungen in der deutschen Textilwirtschaft und richtete Olymp entsprechend aus.

• Viele Jahre übernahm Bezner politische Verantwortung in seiner Heimatstadt und trat als Mäzen auf.

Unsere Zusammenfassung wurde mit KI erstellt.

Bietigheim-Bissingen. Eberhard Bezner, der langjährige frühere Geschäftsführer und bis zuletzt Mitgesellschafter der Olymp Bezner KG sowie Mitbegründer der Olymp-Bezner-Stiftung in Bietigheim-Bissingen, ist laut einer Firmenmitteilung am Dienstag, 29. September 2026, friedlich zu Hause im Kreis seiner Familie verstorben.

Eberhard Bezner wurde am 31. Dezember 1935 in Stuttgart, Württemberg, als einziges Kind des Olymp-Firmengründers Eugen Bezner und dessen Frau Wilma (geborene Klaus) geboren. Er wuchs in Bietigheim und Ingersheim im Landkreis Ludwigsburg auf, bevor er nach dem Abschluss seiner Schulausbildung in Bietigheim im Jahr 1950 eine qualifizierte Lehre zum Textil- bzw. Einzelhandelskaufmann in einem Textilgroßhandel in Ludwigsburg begann. Danach trat er am 01. September 1953 zunächst als einfacher Mitarbeitender in das elterliche Unternehmen ein.

Mit 24 Jahren in Verantwortung

Durch den überraschenden Tod seines Vaters Eugen Bezner im Januar 1960 musste Eberhard Bezner im Alter von gerade einmal 24 Jahren über Nacht die gesamte Verantwortung für die aufstrebende mittelständische Hemdenfirma übernehmen. Dieser Aufgabe kam er als Geschäftsführender Gesellschafter viele Jahrzehnte lang nach bis zur vollständigen Staffelübergabe an seinen Sohn und Nachfolger Mark Bezner, der den international agierenden Familienbetrieb heute in dritter Generation führt.

Veränderungen früh erkannt

Eine wesentliche unternehmerische Leistung von Eberhard Bezner kann der Mitteilung zufolge darin gesehen werden, dass er bereits Ende der 1960er-Jahre die wachsenden Schwierigkeiten der heimischen Textilproduktion in Deutschland erkannt hatte. Der Bedarf an qualifizierten Produktionskräften ließ sich in dieser Zeit kaum mehr decken. Angesichts der annähernden Vollbeschäftigung verlor die hiesige Textil- und Bekleidungsindustrie gerade im Mittleren Neckarraum kontinuierlich Arbeitskräfte an die traditionell starken Industriezweige wie die Maschinenbau- und Automobilbranche. Daher mussten Alternativen für die Hemdenfertigung im Ausland gefunden werden, denn nur so war es möglich, das mittelständische Unternehmen zu erhalten und die Arbeitsplätze am Wirtschaftsstandort Deutschland zu sichern.

Verdienste auch als Mandatsträger

Neben seiner langjährigen unternehmerischen Tätigkeit übernahm Eberhard Bezner auch jahrzehntelang politische Verantwortung im kommunalen Bereich in seiner Heimatstadt Bietigheim. So war er von 1968 bis 2004 zeitweise dienstältestes Ratsmitglied der CDU-Fraktion der Stadt Bietigheim-Bissingen und übte gleichzeitig auch das Ehrenamt als Stadtoberhaupt in Vertretung des damaligen Oberbürgermeisters Manfred List (CDU) aus. Für seine zahlreichen Verdienste als Bürger, Mäzen, Sponsor und Mandatsträger um das Gemeinwesen erhielt er die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg und ist außerdem Träger des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Im Oktober 2013 wurde Eberhard Bezner außerdem vom Wirtschaftsforum Baden-Baden für sein Lebenswerk als Doyen der deutschen Hemdenindustrie und als Gesellschafter von OLYMP ausgezeichnet. (red)