Handball
Ludwigsburg | 25. September 2017

SG BBM brilliert in Westfalen

Mit 34:24 (17:10) hat die SG BBM Bietigheim beim VfL Eintracht Hagen gewonnen. Damit bleiben die Bietigheimer in der Spitzengruppe der 2. Handball-Bundesliga.

Nicht aufzuhalten: Panagiotis Erifopoulos (SG, links) gegen Jan von Boenigk. Foto: M Lehmann
Nicht aufzuhalten: Panagiotis Erifopoulos (SG, links) gegen Jan von Boenigk. Foto: M Lehmann

Hagen. Wettschießen in Westfalen: Als Julian Weigl im Signal Iduna Park Dortmunds 6:1 gegen Mönchengladbach erzielte, traf in Hagen, 20 Kilometer südlich, Paco Barthe gerade zum 17:10-Pausenstand für die SG BBM Bietigheim. Für die Dortmunder Bundesliga-Fußballer war danach Schluss, Bietigheim ließ nach dem Wechsel weitere 17 „Buden“ folgen und feierte einen klaren 34:24-Auswärtssieg in der zweiten Handball-Bundesliga.

Nach der hohen Niederlage suchten die Vertreter des VfL Eintracht Hagen nicht nach Ausreden. Zu dominant waren die Enzstädter in der Enervie Arena aufgetreten. „Realistisch betrachtet hatten wir keine Chance“, sagte Trainer Niels Pfannenschmidt nach dem Spiel und VfL-Spielführer Julian Renninger ergänzte: „Wir können uns nur beim Publikum entschuldigen.“

Ganz anders die Gefühle bei der SG, die jetzt 10:2 Punkte auf dem Konto hat. Trainer Hartmut Mayerhoffer war nach dem Galaauftritt voll des Lobes. „Wir haben super gespielt und die Mannschaft hat die taktischen Vorgaben toll umgesetzt.“ Nur einmal musste er korrigierend eingreifen. Nach dem 7:3-Blitzstart seines Teams (8. Minute) kam Hagen bis auf 8:7 heran. Mayerhoffer griff zur grünen Karte und erinnerte sein Team an den Matchplan: „Wir wollten das Tempo hochhalten und den VfL müde spielen!“

Nach der Auszeit klappte dies wieder perfekt. Der BBM-Express überrollte den Aufsteiger. Bis zur Pause zog Bietigheim auf 17:10 davon und nach dem Wechsel ging die flotte Fahrt weiter. In der 47. Minute lag die SG beim 25:15 erstmals zehn Tore vorn, der größte Abstand war beim 32:20 in der 55. Minute erreicht.

„Das war ein Spiegelbild der letzten Spiele“, wertete Mayerhoffer den klaren Auswärtssieg: „Ebner war wieder klasse, die Abwehr funktionierte gut und daraus resultierten viele Konter, die wir zu Toren genutzt haben.“ Ein entscheidender Vorteil war die Homogenität seines Teams. „Wir haben 60 Minuten Vollgas gegeben“, so der BBM-Coach, „das ist aber nur mit einem breit aufgestellten Kader möglich.“ Den hatte die SG. Alle 13 Feldspieler trugen sich in die Torschützenliste ein. „Jeder bekam seine Spielanteile bekommen und jeder hatte auch Verantwortung, weil es darum ging, das Tempo hochzuhalten. Diese Aufgabe wurde von allen bestens gelöst“, freute sich Mayerhoffer.

Gekrönt wurden Bietigheims schwungvolle Attacken durch eine hohe Wurfeffektvität. Gab es anfangs der Saison noch Probleme, weil zu viele Chancen vergeben wurden, so trumpften in Hagen gleich drei Akteure mit makellosen Bilanzen auf. Spielmacher Valentin Schmidt und Kreisläufer Patrick Rentschler blieben bei ihren jeweils sieben Toren ohne Fehlversuch. Das glückte auch Linksaußen Martin Marcec, der aus drei Chancen drei Treffer machte.

SG BBM: Ebner (1.-47.), Müller (47.-60.); Haller (2), Rentschler (7), Claus (3), Erifopoulos (2), Schäfer (1/1), Schmidt (7), Babarskas (2), König (1), Barthe (2), Asmuth (1), Döll (1), Emanuel (2), Marcec (3).

Paul Herbinger
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