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Basketball-Bundesliga
MHP-Riesen Ludwigsburg vor Duell mit BG Göttingen: Wichtiges Spiel, einige Probleme

Ist als Spielgestalter gefordert: Jonah Radebaugh. Foto: Baumann
Ist als Spielgestalter gefordert: Jonah Radebaugh. Foto: Baumann
Nach drei Auswärtsspielen in wenigen Tagen empfangen die MHP-Riesen Ludwigsburg am Mittwochabend um 20.30 Uhr die BG Göttingen. Vor dem Duell mit dem Konkurrenten um die Play-off-Plätze hat der Basketball-Bundesligist mit einigen Problemen zu kämpfen. Eine Lösung bereits heute Abend scheint nur schwer vorstellbar.

Ludwigsburg. Die MHP-Riesen Ludwigsburg haben harte Tage hinter sich, die am Mittwochabend mit dem Bundesliga-Spiel gegen die BG Göttingen (20.30 Uhr/MHP-Arena) ihr Ende finden. „Es wäre super, wenn wir mit einem positiven Ergebnis in die Fiba-Pause gehen können“, sagt Riesen-Trainer John Patrick.

Struktur in der Offensive fehlt

Ein Sieg wäre für die Basketballer aus zweierlei Gründen wichtig. Zum einen, weil Göttingen auf Rang sieben lauert und ein direkter Konkurrent um die Play-off-Plätze ist. Zum anderen, weil die Ludwigsburger zuletzt in der Champions League in Holon (51:69) und vergangenen Sonntag in der Bundesliga gegen Chemnitz (56:74) als Verlierer vom Parkett gingen und dabei überhaupt nicht gut aussahen. „Das Hauptproblem ist, dass wir es nicht schaffen, den Ball richtig zu bewegen“, sagt Patrick. „Wir brauchen Struktur und müssen einfach spielen.“

Hulls‘ Ausfall schmerzt

Dabei macht sich der Ausfall von Spielmacher Jordan Hulls deutlich bemerkbar. Der 31-jährige US-Amerikaner verletzte sich vor zehn Tagen beim 80:71-Auswärtserfolg in Frankfurt und muss seither mit einer bisher vom Verein nicht näher beschriebenen Muskelverletzung pausieren. Abschließende Untersuchungen sollen laut Patrick am Mittwoch stattfinden.

Klar ist nur, dass Hulls bisher nicht wieder mit der Mannschaft trainiert und auch gegen Göttingen nicht auflaufen wird. Die beiden US-Amerikaner James Woodard und Jonah Radebaugh konnten diese Lücke bisher nicht füllen. Beide schafften es nicht, Spielfluss zu kreieren. „Für Jonah und James ist es die Chance, nicht nur als Shooting Guard, sondern auch als Combo Guard zu zeigen, was sie können“, sagt Patrick. Gegen Holon und Chemnitz ist das bei Weitem nicht gelungen.

Doch nicht nur Hulls’ Ausfall bereitet den Ludwigsburgern Schwierigkeiten. Nach drei Auswärtsspielen in sechs Tagen sind fast alle Spieler mehr oder weniger angeschlagen. „Es ist eine Kombination aus Müdigkeit, guten, sehr physisch spielenden Gegnern und neuen Spielern auf neuen Positionen“, erklärt Patrick.

Neue Spieler suchen ihre Rolle

Während Center Ethan Happ immer wieder in Ansätzen sein Können zeigt, hat der vor zwei Wochen nach Ludwigsburg gekommene Tekele Cotton seine Rolle noch nicht gefunden. Wie auch? Schließlich konnte der Rückkehrer aufgrund der engen Spieltaktung und langen Reisen bisher kaum in Ruhe mit dem Team trainieren. Auch nach der Ankunft am Sonntag in Ludwigsburg lag der Schwerpunkt ebenfalls auf der Regeneration. „Alle haben irgendeine kleinere oder größere Verletzung. Aber das kennen wir schon aus dem internationalen Wettbewerb“, sagt Patrick. Zu genauen Angaben hält sich der Coach allerdings bedeckt, betont jedoch: „Ich glaube nicht, dass außer Jordan jemand gegen Göttingen ausfällt.“ Offen ist nach einer Gehirnerschütterung der Einsatz von Jacob Patrick.

Pause zur rechten Zeit

Im Spiel gegen seine alte Heimat erwartet Patrick einen Gegner, der phasenweise mit bis zu vier Guards auf dem Parkett steht und damit auf ein ähnliches Instrument zurückgreift wie die Ludwigsburger selbst. Veilchen-Neuzugang Harald Freys steuerte bei seinem Debüt zuletzt gegen Ulm 21 Punkte zum 91:87-Erfolg der Göttinger bei. Patrick lebte als Spieler und Trainer jahrelang in Göttingen und lernte seine Frau dort kennen. Sportlich gesehen spielt das aber keine Rolle für den Coach, dessen Team die spielfreie Zeit nach den Strapazen entgegenkommt. „Wir brauchen eine Pause, aber erst einmal würde ich gerne gegen Göttingen gewinnen.“