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Basketball-Bundesliga

Riesen müssen vier Mal alles geben

Vier Spiele stehen in der Basketball-Bundesliga noch aus. Wollen die MHP-Riesen Ludwigsburg die Play-offs erreichen, ist ein Sieg am Mittwoch bei den Eisbären Bremerhaven Pflicht.

Glaubt an die Play-off-Teilnahme: Ludwigsburgs Karim Jallow.Foto: Baumann
Glaubt an die Play-off-Teilnahme: Ludwigsburgs Karim Jallow. Foto: Baumann
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Ludwigsburg. Nach drei Siegen in Serie sind die MHP-Riesen Ludwigsburg im Kampf um die Teilnahme an den Play-offs auf einem guten Weg. Mehr als eine Niederlage kann sich der Basketball-Bundesligist in den verbleibenden vier Spielen aber kaum erlauben. Mit 30:30-Punkten sind die Ludwigsburger gleichauf mit den Basketball-Löwen Braunschweig und den s. Oliver Baskets Würzburg, haben im direkten Vergleich aber den Nachteil. Gegen die Eisbären Bremerhaven ist für die Schwaben ein Auswärtssieg am Mittwochabend (18 Uhr) deshalb Pflicht.

Mann+Hummel steigt als Sponsor der Riesen aus

Die Norddeutschen rückten vergangenes Wochenende durch einen 94:88-Sieg gegen Göttingen und den 94:85-Erfolg der Riesen in Crailsheim auf den ersten Nichtabstiegsplatz. „Es wird nicht einfach. Bremerhaven wird kratzen und treten und alles tun, was sie tun können, weil die sind in Abstiegsgefahr“, sagte Trainer John Patrick am Samstagabend in Crailsheim. „Aber auch wir müssen alles geben, weil eine Niederlage in Bremerhaven wäre katastrophal.“

Das Spiel gegen die Merlins war dafür eine ideale Generalprobe. Die Hohenloher spielten ebenfalls mit viel Energie und sehr aggressiv. Dennoch hielt Ludwigsburg dagegen und entschied die schwierige Partie am Ende für sich.

Sind die Riesen über den Berg?

Auch die Erfolge gegen Gießen und Bamberg zuvor waren hart erarbeitet. Während die Ludwigsburger über weite Strecken der Saison Spiele nach guten Phasen am Schluss noch abschenkten, wirkte das Team zuletzt stabiler. Sind die Riesen also über den Berg? „Könnte man schon so sagen. Die letzten drei Spiele haben wir gezeigt, dass wir auf jeden Fall in die Play-offs wollen und das Zeug dazu haben“, sagte Karim Jallow. „Wenn wir die letzten vier Spiele auch so spielen wie zuletzt, könnte die Chance am letzten Spieltag da sein.“

Nach dem Duell in Bremerhaven empfangen die Schwaben am Samstag um 20.30 Uhr das Überraschungsteam Rasta Vechta (Vierter) in der MHP-Arena, danach geht es nach Göttingen (Vierzehnter, 10. Mai), ehe am letzten Spieltag der Tabellendritte Alba Berlin (12. Mai) in die Barockstadt kommt. Die Ludwigsburger Fans können sich also auf einen spannenden Endspurt einstellen.

Mann + Hummel steigt als Sponsor der Riesen aus

Das Ludwigsburger Unternehmen Mann.+.Hummel zieht sich zum Ende dieser Basketball-Saison als Sponsor bei den MHP-Riesen Ludwigsburg zurück. Das hat ein Sprecher des Unternehmens auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt: „Es gibt ein internationales Kosteneinsparungsprogramm, bei dem zahlreiche Ausgaben auf dem Prüfstand stehen. In diesem Zuge müssen wir auch die finanzielle Unterstützung der MHP-Riesen beenden.“ Der Bundesligist verliert damit unerwartet einen seiner wichtigsten Sponsoren. Eigentlich wäre der Vertrag noch ein Jahr gelaufen. Insgesamt unterstützte der Filterspezialist die Basketballer mehr als zehn Jahre. Noch im September wurden die Champions League-Trikots, auf deren Brust das Mann + Hummel-Logo steht, in der Firmenzentrale in der Schwieberdinger Straße vorgestellt. Wie viel Geld die Riesen durch die Partnerschaft pro Jahr einnahmen, ist nicht bekannt. Beide Seiten haben Stillschweigen vereinbart. Schätzungen zu Folge dürfte der Betrag bei fünf bis zehn Prozent des Gesamtetats liegen. Die Riesen selbst wollten sich noch nicht so deutlich äußern wie das Unternehmen. „Wir sind da noch im Gespräch und jetzt warten wir einfach mal ab“, sagte der 1. Vorsitzende Alexander Reil. „Wenn das tatsächlich so kommt, ist unsere Aufgabe andere und neue Sponsoren zu finden.“ Während die Riesen in den vergangenen Jahren ihren Etat stets erhöhten, könnte es nun erstmals seit langem in die andere Richtung gehen. „Was das im Saldo bedeutet, werden wir in zwei Monaten wissen“, betont Reil. (jai)

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