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deutsche eishockey-liga 2

1:5 – Steelers werden vom ESV Kaufbeuren entzaubert

Die kleine, aber feine Erfolgsserie des Eishockey-Zweitligisten Bietigheim Steelers wurde gestern vom ESV Kaufbeuren beendet.

Lautstark: Steelers-Trainer Marc St. Jean sieht das Ende einer kleinen Erfolgsserie.Foto: Baumann
Lautstark: Steelers-Trainer Marc St. Jean sieht das Ende einer kleinen Erfolgsserie. Foto: Baumann

Kaufbeuren/Bietigheim-Bissingen. Nach drei Siegen in Folge ohne ein einziges Gegentor kassierte das Team von Trainer Marc St. Jean im Allgäu eine klare 1:5-Niederlage. Vor 2317 Zuschauern gingen die Gastgeber in der 10. Minute durch Max Schmidler in Führung, als gerade eine Strafzeit gegen Benjamin Zientek abgelaufen war. Im Powerplay erhöhte Antti Kerälä in der 18. Minute auf 2:0.

Im zweiten Drittel erhöhte Bietigheim die Schlagzahl und kam durch Verteidiger Max Prommersberger in der 37. Minute zum 1:2-Anschlusstreffer. Doch die Wende blieb aus, da Kaufbeuren im dritten Spielabschnitt wieder effektiver auftrat. Nach dem Powerplaytreffer von Jere Laaksonen (49. Minute) versuchte St. Jean noch einmal alles, nahm in den Schlussminuten Torhüter Stephon Williams vom Eis, doch der Schuss ging nach hinten los: Sami Blomqvist (58.) und Alexander Thiel (60.) machten alles klar.

„Wir waren von Anfang an bereit“

Am späten Freitagabend fühlte sich Volker Schoch bestätigt. „Ich war mir sicher, dass wir die Kurve kriegen“, sagte der Steelers-Geschäftsführer nach dem hochverdienten 3:0-Erfolg gegen die Löwen Frankfurt. Mit dem dritten Sieg in Folge hatten die Schwaben das Tal der Tränen erst einmal verlassen und sind nach turbulenten Wochen, die in der Entlassung von Trainer Hugo Boisvert gipfelten, in ruhigerem Fahrwasser angekommen.

Mit der Arbeit in der Defensive durfte Interimscoach Marc St. Jean mehr als zufrieden sein, denn sein Team blieb nach dem 5:0 gegen Bad Tölz und dem 4:0 gegen Crimmitschau zum dritten Mal in Folge ohne Gegentor. „Es war schön zu sehen, dass wir von Anfang an bereit waren“, meinte St. Jean. „In Unterzahl haben wir einen super Job gemacht und Stephon Williams hatte erneut einen ganz starken Tag.“

Der Steelers-Keeper blüht offenbar so richtig auf, wenn er kräftig unter Beschuss steht. Daneben bietet er mit der einen oder anderen spektakulären Einlage auch immer eine Show für die Fans. Seine Vorderleute ließen sich am Freitag aber auch nicht lumpen. Nach dem Blitzstart durch Topscorer Matt McKnight (1:0 nach 37 Sekunden) zogen Rene Schoofs (2:0/11. Minute) und erneut McKnight mit dem 3:0 in der 30. Minute den Löwen den Zahn.

Die verletzungsgeplagten Frankfurter scheiterten aber nicht nur an Williams, sie hatten auch Pech, als ein Powerplaytor in der 9. Minute nach Videobeweis nicht gegeben wurde. Eine zumindest fragwürdige Entscheidung. Gäste-Coach Matti Tiilikainen haderte jedoch nicht mit den Referees, sondern befand: „Bietigheim war sehr stark und wir waren einfach nicht gut genug.“

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