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deutsche eishockey-liga 2

5:1 – Steelers wie aus einem Guss

Der 0:2-Schlappe am Freitag bei Schlusslicht Deggendorf folgte zwei Tage später ein überzeugender Auftritt des Eishockey-Zweitligisten SC Bietigheim-Bissingen, der den Freiburger Wölfen beim 5:1-Sieg nicht den Hauch einer Chance ließ und für gute Laune bei den Steelers-Fans sorgte.

Machte den Auftakt: Alexander Preibisch brachte die Steelers in der 19. Minute in Führung.Foto: Baumann
Machte den Auftakt: Alexander Preibisch brachte die Steelers in der 19. Minute in Führung. Foto: Baumann

bietigheim-bissingen. Der DEL-2-Meister war im ersten Drittel vor 3566 Zuschauern in der Ege Trans-Arena gleich das deutlich aktivere Team und verzeichnete zahlreiche Torchancen, doch die zündende Idee im Abschluss fehlte. Zudem leistete sich Freiburgs Keeper Leon Meder zunächst keine Nachlässigkeiten. Erst ein Konter in der 19. Minute brach den Bann. Alex Preibisch behielt die Übersicht und verlud Meder zur verdienten 1:0-Führung.

Freiburg, das sich in den ersten 20 Minuten in der Offensive zu harmlos präsentierte, hatte auch im zweiten Spielabschnitt alle Hände voll zu tun, um in der Defensive die Ordnung zu behalten. In der 25. Minute ging es für die Gäste jedoch einmal mehr zu schnell, als sich Marcus Sommerfeld einen Abpraller schnappte und zum 2:0 einschob.

Bietigheim hielt das Tempo hoch, überzeugte läuferisch und kombinierte ansehnlich. Die Belohnung erfolgte im Powerplay, das Tyler McNeely in der 35. Minute zum 3:0 abschloss. Einen Assistpunkt durfte sich Bastian Steingroß gutschreiben lassen. Die Steelers ließen trotz der klaren Führung nicht locker und erhöhten mit Sommerfelds zweiten Treffer in der 39. Minute auf 4:0.

Freiburg brachte mit Jimmy Hertel im dritten Drittel einen neuen Torhüter, doch am Erfolg der Bietigheimer ließ sich nicht mehr rütteln. Das 1:4 in der 43. Minute durch Christian Neuert beantwortete Norman Hauner mit dem 5:1 nach toller Kombination (50. Minute).

Nach der bitteren 0:2-Niederlage am Freitagabend beim Ligaschlusslicht Deggendorfer SC hatte sich Steelers-Trainer Hugo Boisvert seine Kontingentspieler vorgeknöpft, mit deren Leistung – ausgenommen Matt McKnight – der Coach ganz und gar nicht einverstanden war. „Meine Erwartungen an unsere Ausländer sind viel höher. McKnight ist regelmäßig top, aber wo sind die drei anderen? Ich warte noch, aber sie müssen jetzt aufwachen“, redete Boisvert Klartext. Shawn Weller, Tyler McNeely und Willie Corrin dürften sich angesprochen gefühlt haben.

Wie schon so oft in dieser Saison waren die Leistungen des Meisters schwankend. Die spielerisch unterlegenen Deggendorfer hatten in erster Linie Kampf und Willensstärke zu bieten, doch das reichte am Ende, um dem Favoriten nicht einmal einen Treffer zu erlauben. Boisvert: „20 gute Minuten reichen in dieser Liga nicht, um überhaupt einen Punkt zu holen.“

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