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Die zwei Gesichter der Steelers

Fehler bringen Trainer Boisvert ins Grübeln – Heute Gastspiel in Frankfurt

Lautstark: Trainer Hugo Boisvert gibt Anweisungen.Foto: Baumann
Lautstark: Trainer Hugo Boisvert gibt Anweisungen. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen.. Der Meister hechelt den Topclubs der Liga hinterher: Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen leistet sich in dieser Saison bislang noch zu viele Aussetzer und muss sich derzeit mit Platz fünf begnügen – satte 15 Punkte hinter Spitzenreiter Ravensburg.

Beim Duell mit dem Liga-Primus am vergangenen Sonntag in der Ege Trans-Arena zeigten die Steelers einmal mehr ihre verschiedenen Gesichter. Den frühen 0:1-Rückstand verwandelte Bietigheim bis zur 48. Minute mit Tempo und Spielwitz in eine 3:1-Führung, verfiel anschließend aber in eine Phase, die von Fehlern und Unkonzentriertheiten geprägt war. Verlass war zumindest auf Torhüter Ilya Sharipov, der bei seinem Comeback nach Verletzungspause Schlimmeres verhinderte.

„Ein wahnsinniges Spiel für die Zuschauer, aber sicher nicht für die Trainer“, stöhnte Steelers-Coach Hugo Boisvert, der mit dem Auftritt seiner Mannschaft im dritten Drittel gar nicht einverstanden war. „Auf einmal machen wir so viele Fehler. Ich weiß nicht warum. Eine so erfahrene Mannschaft wie unsere muss da besser sein und den Sieg nach Hause bringen“, ärgerte sich Boisvert, der nach der 4:5-Niederlage nach Penaltyschießen von zwei verschenkten Punkten sprach.

Zwei Tage zuvor hatten sich die Steelers beim 3:5 in Bad Nauheim quasi selbst besiegt, denn vier Tore kassierte man bei eigener Unterzahl. „Da fehlte es an Disziplin, wir haben einfach zu viele Strafen genommen“, legte Boisvert den Finger in die Wunde.

Eine Steigerung wird also nötig sein, wenn Bietigheim im einzigen Wochenendspiel heute Abend um 19.30 Uhr beim Tabellendritten aus Frankfurt zu Gast ist. Die Löwen feierten zuletzt einen 2:1-Sieg gegen Tabellenführer Ravensburg und haben auf den Abgang von Torhüter Felix Bick nach Bad Nauheim reagiert. Aus der zweiten russischen Liga von Sokol Krasnoyarsk verpflichteten die Frankfurter Ilya Andryukhov, einen Keeper mit deutschem Pass.

Auch die Steelers vermeldeten gestern einen „Neuzugang“. Der 17 Jahre alte Robert Kneisler, der für die U20 der Steelers spielt und seit einer Woche bei den Profis mittrainiert, wurde für die Zweitliga-Mannschaft lizenziert und kann das Team bereits heute in Frankfurt unterstützen.

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