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Lazarett der Steelers lichtet sich

Die Länderspielpause passte Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers gut ins Konzept. Denn einige der lange verletzten und schmerzlich vermissten Leistungsträger kehren jetzt in den Kader zurück.

Wieder an Bord: Die Steelers können am Wochenende auf Topscorer Matt McKnight setzen.Foto: Baumann
Wieder an Bord: Die Steelers können am Wochenende auf Topscorer Matt McKnight setzen. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Steelers-Trainer Hugo Boisvert kann in den beiden Duellen mit Landshut und Freiburg seine Reihen neu formieren und wieder auf Stützen wie Torhüter Stephon Williams, Topscorer Matt McKnight und Stürmer Dennis Swinnen zurückgreifen. Vermutlich erst eine Woche später eingreifen werden Powerplay-Spezialist Tim Schüle, Kapitän Niko Goc und Angreifer Norman Hauner. „Vernunft geht hier vor Ehrgeiz“, stellte Geschäftsführer Volker Schoch klar.

Mit Platz acht ist bei den Steelers nach knapp einem Drittel der Hauptrunde natürlich niemand wirklich zufrieden. Schoch hatte den Druck auf Trainer und Spieler bereits erhöht: „Die Mannschaft kann mehr, als sie aktuell zeigt. Dies gilt es nun abzurufen.“

In der Woche vor der Deutschland-Cup-Pause wurden im Ellental intensive Gespräche geführt, schließlich hat man auch schon die nächste Saison im Hinterkopf, in der es um den Aufstieg in die DEL geht. Zuletzt gab es trotz zahlreicher Ausfälle ein Mut machendes 4:1 gegen Meister Ravensburg und eine 2:3-Niederlage nach Verlängerung in Bayreuth, die Boisvert positiv bewertete: „Meine Mannschaft hat viel Charakter gezeigt.“

Mit 28 Punkten aus 17 Spielen ist Bietigheim zwar derzeit nur Tabellenachter, auf Spitzenreiter Kassel sind es aber auch nur acht Zähler Rückstand. Ein Sechs-Punkte-Wochenende würde den Steelers da sehr gut tun.

Die erste Prüfung gilt es heute beim Aufsteiger EV Landshut zu bestehen, der aufgrund der Stadionsanierung erst 13 Spiele absolvieren konnte und mit 14 Punkten Vorletzter ist. Der Traditionsclub ließ zuletzt mit einem 4:3-Sieg gegen Heilbronn aufhorchen und hat zudem noch Verstärkung an Land gezogen: Der Kanadier Jeff Hayes soll den Angriff beleben, der US-Amerikaner Kevin Wehrs verstärkt die Defensive des EVL und steht heute vor seinem Debüt.

Am Sonntag (17 Uhr, Ege Trans-Arena) erwarten die Steelers dann den punktgleichen Tabellennachbarn EHC Freiburg, der vor der Pause mit zwei Siegen reichlich Selbstvertrauen getankt hat und im Powerplay die besten Werte der Liga aufweist. Bei den Breisgauern ist man mit dem Saisonverlauf zufrieden – der Vertrag von Trainer Peter Russell wurde bereits vorzeitig verlängert.

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