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deutsche eishockey-liga 2

Steelers kommen nicht in die Spur

Das hat es lange nicht mehr gegeben: Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen kassierte gestern beim 2:5 gegen Tabellenführer Lausitzer Füchse die vierte Niederlage in Folge – und wirkte über weite Strecken verunsichert.

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Einen schweren Stand hatte Steelers-Stürmer Matt McKnight (vorne) gegen Jakub Kania.Foto: bm

bietigheim-bissingen. Mit Ilya Sharipov im Tor, aber ohne die verletzten Stürmer Shawn Weller und Tyler McNeely, erspielten sich die Steelers vor 2371 Zuschauern in der Ege Trans-Arena sofort ein Übergewicht, ohne jedoch Olafr Schmidt im Füchse-Kasten vor schwierigen Aufgaben zu stellen.

Die Gäste lauerten auf ihre Chance, die sie dann in der 11. Minute im Stile eines Spitzenreiters nutzten, als Maximilian Adam von der blauen Linie einen Schlagschuss losließ, gegen den Sharipov machtlos war. Während Bietigheim mit zwei Powerplays wenig anzufangen wusste, erhöhte Weißwasser in der 17. Minute durch Oliver Granz auf 2:0. Frederik Cabanas Rettungsaktion kam etwas zu spät, nach Videobeweis wurde der Treffer durch die Schiedsrichter gegeben. Die wachsende Verunsicherung beim amtierenden Meister war nicht zu übersehen.

Doch die Schwaben kamen wie verwandelt aus der Kabine und legten im zweiten Drittel los wie die Feuerwehr. In der 23. Minute war es Alexander Preibisch, der von einem Scheibenverlust der Füchse im eigenen Drittel profitierte und den 1:2-Anschlusstreffer markierte. Nur eine Minute später stand es schon 2:2: Verteidiger Max Prommersberger hatte von der blauen Linie aus Maß genommen.

Etwas überraschend fiel die erneute Führung für den Tabellenführer in der 35. Minute, als Steven Bär die Lücke entdeckte und das 3:2 markierte.

Das dritte Drittel wurde zunächst von den Füchsen beherrscht, die zeigten, dass der Sprung an die Tabellenspitze kein Zufall war. Erst allmählich löste sich Bietigheim aus der Umklammerung, aber es lief noch längst nicht alles rund.

Auch in Überzahl glückte der Ausgleich nicht mehr – im Gegenteil. Der Schuss ging nach hinten los, als Steelers-Trainer Hugo Boisvert Sharipov zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis genommen hatte. Weißwasser traf zweimal ins leere Tor, durch Jakub Kania (58.) und Clarke Breitkreuz (59.), und feierte im siebten Spiel den siebten Sieg.

Für die Steelers geht es bereits am morgigen Freitag mit dem dritten Heimspiel in Folge weiter: Um 20 Uhr werden dann in der Ege Trans-Arena die Tölzer Löwen erwartet, bevor am Sonntag um 17 Uhr das ewig junge Nachbarschaftsderby bei den Heilbronner Falken steigt.